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+++ LIVETICKER +++ 1. FC Köln gegen Leipzig FC-Aufstellung: Drei Änderungen in der Startelf

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Vereine feiern ein VorbildKöln verneigt sich vor seiner Karnevals-Legende

Die großen Kölner Karnevalsgesellschaften würdigen Ludwig Sebus in dieser Session zu dessen 100. Geburtstag. Sowohl beim Treuen Husar als auch bei den Roten Funken gab es besondere Geschenke.

Seinen 100. Geburtstag konnte Kölns Grandseigneur wegen seines Krankenhausaufenthalts nicht wie gewünscht feiern. Doch in der laufenden Session holt Ludwig Sebus viele besondere Momente nach.

Kaum ein Tag vergeht, an dem der beliebte Krätzchensänger und Karnevalist nicht in einem Saal der Stadt auftaucht. Viele Gesellschaften haben sich etwas ganz Besonderes überlegt, um den Jahrhundertkölner gebührend zu feiern.

KG Treuer Husar überreichte Stein aus dem Fundament des Kölner Doms

Im Rahmen der Nostalgiesitzung des Treuen Husaren im Lindner-Hotel kam Präsident Markus Simonian zusammen mit seinem Vorstand zum Tisch des Ehrengastes. Das Traditionskorps und Sebus haben beide im vergangenen Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert.

„Du stehst wie kaum ein anderer für den Karneval und unsere Heimatstadt. ‚Uns kölsche Siel, die kann uns keiner nemme‘, hast du geschrieben. Dieser Satz sagt so viel über deine Haltung: Niemals verzweifeln, niemals aufgeben und immer nach vorn schauen“, betonte Simonian unter dem Applaus der Gäste.

In seiner Laudatio ging der Präsident auf ein weiteres Lied aus Sebus‘ Feder ein: „Mit ‚Jede Stein en Kölle es e Stöck vun dir‘ hast du der Stadt eine Stimme gegeben in einer Zeit, in der noch lange nicht alles heil war. Und es hat etwas geschafft, was nur wenige Lieder schaffen: Es ist in die Herzen der Menschen gewandert und dort geblieben.“

Sebus hat den Karneval über Jahrzehnte begleitet. „Als die jungen Wilden mit E-Gitarren und langen Haaren plötzlich in den Karneval stürmten, hast du sie nicht kritisiert, ganz im Gegenteil, du warst offen für Neues, ohne das Alte zu verraten. Bis heute baust du Brücken zwischen den Generationen und begegnest jedem mit Freundlichkeit. Das macht dich zu einem Vorbild für uns alle. In einer Welt, die manchmal aus den Fugen gerät, zeigst du uns, dass alle Menschen gleich sind“, sagte der Präsident.

Björn Zimmer, Berthold Diller, Ludwig Sebus, Markus Simonian und Marko Schauermann bei der Ehrung.

Mit einem Stein des Kölner Doms überraschte der Vorstand des Treuen Husaren Ludwig Sebus im Rahmen der Nostalgiesitzung. Björn Zimmer, Berthold Diller, Markus Simonian und Marko Schauermann (v.l.) freuten sich mit dem Jubilar.

Als Geschenk überreichten die Husaren einen Stein aus dem Fundament des Kölner Doms. „Mit diesem Stein wurde das Fundament des Südturms in der Mitte des 14. Jahrhunderts gemauert. Dieser Stein ist auch ein Stück von dir, so wie du ein Stück von Kölns Fundament geworden bist. Du bist nicht nur ein Sänger, ein Karnevalist, du bist ein Symbol dafür, was Köln ausmacht.“

Auch die Roten Funken rückten ihr prominentes Mitglied bei der Kölschen Draumnaach im Gürzenich ins Zentrum des Abends. Als sich der Vorhang öffnete, saß Sebus auf einem Thron auf der Bühne und strahlte in den Saal, wo 600 Gäste begeistert applaudierten.

Björn Heuser singt für Ludwig Sebus.

Liedermacher Björn Heuser (r.) sang für Ludwig Sebus den wunderschönen Titel „Wenn ich vun Düx noh Kölle lur“.

Der Chor Junges Musical Bonn startete mit einer Ouvertüre und schloss ein „Happy Birthday“-Ständchen an. Danach kam Björn Heuser dazu und sang sein Gänsehaut-Geburtstagslied „Wenn ich vun Düx noh Kölle lur“. Sebus hörte gerührt zu. „Ich kann das gar nicht so richtig aufnehmen. Die Herzlichkeit baut mich so auf, als wenn ich zehn Vitaminspritzen auf einmal bekommen hätte“, sagte er mit seinem typischen Lachen.

„Seine Lieder und seine Art der Präsentation haben viele Künstler inspiriert. Du sagst auch in deinem Alter den Leuten noch, wo es langgeht. Du bist einer der Mahner gegen die Gleichgültigkeit der Menschen“, sagte Rote-Funken-Präsident Dirk Wissmann.

Jacky von Guretzky-Cornitz und Norbert Conrads singen für Ludwig Sebus.

Jacky von Guretzky-Cornitz (l.) und Norbert Conrads sangen ein Medley bekannter Ludwig-Sebus-Hits.

Von den mehr als 250 komponierten Liedern sangen Hänneschen-Urgestein Jacky von Guretzky-Cornitz und Norbert Conrads die bekanntesten Hits in einem Medley – begleitet vom großen Matthias Heßeler-Orchester. Sebus sang begeistert mit. „Den Refrain bekomme ich bei den meisten Liedern noch hin. Mit 100 lässt aber doch ein wenig das Gedächtnis nach“, gestand er.

Sebus, der Mitglied in 87 Kölner Karnevalsgesellschaften ist, scherzte, dass er im Stil der heutigen Musik vielleicht 800 Lieder geschrieben hätte. „Ich weiß nicht, ob der Karneval besser geworden ist. Er ist anders geworden. Mit Neid kommt man aber nicht nach vorn. Wenn etwas gut ist, sollte man es nicht verhindern.“

Ludwig Sebus erhält einen Stein.

Dr. Jochen Schäfer (l.) und Björn Heuser überreichten den Stein, der im Frühjahr an der Ülepooz in den Boden gelegt wird. Rechts Rote-Funken-Präsident Dirk Wissmann.

Vor zahlreichen prominenten Ehrengästen überreichten die Funken ihrem General, der seit 1953 Mitglied im Traditionskorps ist, einen Stein, der im Frühjahr in den Hof der Ülepooz gelegt wird. „Ich bin überwältigt. Das ist eine Erinnerung, die bleibt. Ich weiß natürlich nicht, wie lange ich sie mir noch anschauen kann, ob es noch 30 oder 40 Jahre sind“, sagte Sebus laut lachend.

Bevor der Ehrengast die Draumnaach verließ, gab er dem Publikum noch ein paar Worte mit. „Wenn man sich die Welt so anschaut, wünsche ich euch, dass ihr einen Weg durch diese Zeiten findet. Wir haben die Möglichkeit zu feiern, haben ein Dach über dem Kopf und Freunde, wie es die Roten Funken für mich sind.“

Blick in die ausverkaufte Lanxess-Arena bei der Lachenden Kölnarena.

Lachende Kölnarena

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