„Crackhure statt niedlicher Panda“ Ina Müller über Corona-Lockdown, Alkohol und die Liebe 

Ina Müller begeistert ihre Fans am 19. November 2022 in der Lanxess-Arena in Köln.

Lachen, singen, tanzen: Show-Star Ina Müller beigeistert ihre Fans am 19. November 2022 in der Lanxess-Arena.

Unbeschwert lachen, tanzen, fröhlich sein: Show-Star Ina Müller hat in der Lanxess-Arena in Köln 5000 Fans mit einem heiteren Programm, leichter Musik, plattdeutschem Charme und teils derbem Witz begeistert.  

„Als ich das letzte Mal in Köln war, war Corona noch ein Bier. Wenn ich gewusst hätte, was passiert, wenn ich runter von der Bühne gehe, wäre ich drauf geblieben“, sagt Ina Müller (55) und freut sich, zurück am Dom zu sein.

Die Hamburger Entertainerin und TV-Powerfrau („Inas Nacht“) hat in der Lanxess-Arena ihr neues Studioalbum „55“ präsentiert. Die Songs handeln von der Liebe und dem Leben – immer mit einem Augenzwinkern und aus dem Blick einer Frau aus der Boomer-Generation.

Ina Müller über ihr Leben im Lockdown

Thema in ihren emotionalen, witzigen Passagen zwischen den Liedern: vor allem ihr Umgang mit der Pandemie und dem Lockdown. „Was ist sonst passiert? Viel gesoffen hab ich in den letzten fünf Jahren. Gott, was habe ich gesoffen. Das wollte ich gar nicht. Am Anfang dachte ich: Ina, Lockdown ist ja schrecklich, mir war so langweilig, ich dachte immer: Fang bloß nicht mit dem Saufen unter der Woche an, es dauerte drei Tage, da hab ich morgens um 10 meine Schwester angerufen: Hast du schon mal Müsli mit Rotwein probiert? Da wusste ich: Lockdown ist nicht meine Zeit.“

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Ina Müller grinst: „Sechsmal gegessen, dreimal geschlafen und es war immer noch derselbe Tag. Ich hab versucht Kochen zu lernen, das hat gar nicht geklappt, irgendwann hab ich den Schrittzähler gegen den Bewegungsmelder getauscht. Ich bin super gut im Bestellen geworden. Das ist viel gemütlicher – wie Essen gehen, nur ohne BH…“

Mit ihrer unnachahmlichen Art, den temperamentvollen Ausbrüchen und ihrem herzlichen Lachen weckt sie bei ihrem Publikum fast schon verloren geglaubte Fröhlichkeit, vor allem, weil sie die Probleme einer Frau in den besten Jahren mit viel Witz auf den Punkt bringt, manchmal auch reichlich derbe und selbstironisch – egal ob Figur, BH, ihre Nahtoderfahrung beim Waxing oder das Schminken.

Ina Müller: „Wenn ich mich mit 18 nicht abgeschminkt habe, sah ich morgens aus wie ein niedlicher Panda. Jetzt schaut mir aus dem Spiegel eher eine Crackhure entgegen.“

Am Schluss holt sie ihre Fans vor die Bühne – ob mit oder ohne Maske – und bittet sie zum Tanz. Einmal ausbrechen aus den Sorgen des Alltags, weg von Krieg, Pandemie und Inflation. Einfach zwei Stunden das Leben feiern, singen, lachen, fröhlich sein. Ina Müller schafft das fast spielerisch. 5000 Fans gehen zumindest für diesen Abend unbeschwert nach Hause.

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