Die Café-Kette LAP Coffee will sich in Köln ausbreiten, eine zweite Filiale ist jetzt in Lindenthal auf der Dürener Straße geplant.
Kleiner Hinweis verrät esUmstrittene Kette eröffnet neue Filiale in Köln

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Blick auf ein Ladenlokal auf der Dürener Straße, in das die Café-Kette LAP Coffee einziehen soll.
Das kleine Ladenlokal auf der Dürener Straße ist aktuell noch mit dunkelblauen Folien abgeklebt, ein Ladenschild an der Eingangstür fehlt. Doch wer dem kleinen QR-Code mit der Aufschrift „Scan me“ folgt, bekommt schon einen Vorgeschmack auf den neuen Mieter.
Die Café-Kette LAP Coffee hat im Mai bereits eine erste Filiale in Köln eröffnet, nun wird im Herzen von Lindenthal am Standort der ehemaligen Boutique Luissa der zweite Standort folgen – in direkter Nachbarschaft zum Edel-Italiener Culinarius. Anfang Juli soll es losgehen, bestätigt ein LAP-Sprecher auf EXPRESS.de-Nachfrage.
LAP Coffee setzt auch in Köln auf Kampfpreise beim Kaffee
Über den QR-Code kann virtuell bereits eine Stempelkarte freigeschaltet werden, den siebten Kaffee gibt es dann umsonst. In ihrer Heimatstadt Berlin entwickelt sich die Marke rasant, betreibt schon 22 Läden. Auch in den anderen deutschen Großstädten drängt das Startup mit Macht auf den Markt.
Auf den ersten Blick kommt das Geschäftsmodell von LAP Coffee gerade recht: In Zeiten steigender Preise setzt das Unternehmen aus der Hauptstadt auf Preiskampf im hart umkämpften Café-Markt, bietet etwa den Espresso für 1,50 Euro oder den Cappuccino für 2,50 Euro an.
Bei diesen Preisen haben die allermeisten Kölner Cafés keine Chance, woran sich auch die große Kritik an LAP Coffee und vergleichbaren Kaffee-Discountern wie Cotti Coffee aus China entzündet. Sie setzen auf kleine Läden mit geringeren Personalkosten, wollen die Ersparnis aus diesen Bereichen beim Preis an die Kundschaft weitergeben.
Doch der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA warnt, dass die anfänglichen Kampfpreise zunächst Konkurrenten aus dem Markt drängen könnten und die Café-Kultur angreifen, ehe die Preise dann spürbar ansteigen.
In Berlin gab es aus Protest gegen Gentrifizierung im vergangenen November zudem Farbbeutel-Attacken auf alle 15 damaligen LAP-Filialen, in den sozialen Netzwerken werden die Eröffnungen neuer Filialen oft hitzig zwischen begeisterten Sparfüchsen und erbitterten Kritikern diskutiert.
„Köln hat eine sehr dichte, lebendige Straßen- und Veedelkultur. Die Menschen sind viel unterwegs, sie treffen sich draußen, sie leben ihre Stadt sehr aktiv. Genau dazu passt unser Konzept“, sagte Gründer Ralph Hiege bei der Eröffnung der ersten Kölner Filiale gegenüber EXPRESS.de.
Der große Andrang in der Limburger Straße machte deutlich, dass es für das Konzept durchaus eine relevante Zielgruppe gibt.
Zudem stellt das Unternehmen klar: „Wir sind kein Discounter und wir wollen auch keine Kaffees in der Umgebung verdrängen. Wir verdienen mit Kaffee Geld und machen keine Lockangebote, um andere Produkte zu verkaufen. LAP erschließt den Kaffeemarkt neu. In Berlin sind Gastronomen mittlerweile froh, wenn ein LAP sich ankündigt, weil der Umsatz in der Straße steigt.“
