Der Warnstreik geht weiter: Auch am Montag (23. März) sind wieder die KVB betroffen.
Heute Streik in KölnKVB will Betrieb „grundsätzlich aufrechterhalten“ – Bahnen fahren

Copyright: Sascha Thelen/dpa
Verdi hat auch am Montag (23. März) zu Warnstreiks aufgerufen.
Aktualisiert
Die Kölnerinnen und Kölner können nicht aufatmen: Verdi ruft zum nächsten Warnstreik im Nahverkehr auf.
Bestreikt werden am Montag (23. März) der Bus-Betriebshof Nord und vereinzelt der Stadtbahnbetrieb. Das teilten die Kölner Verkehrs Betriebe (KVB) mit.
Woche beginnt mit nächstem KVB-Streik
„Betroffen von diesem ganztägigen Warnstreik sind lediglich eine Reihe überwiegend linksrheinisch verkehrender Buslinien. Buslinien, die von Subunternehmern betrieben werden, sind vom Streik nicht betroffen“, erklärt ein KVB-Sprecher.
Vom Warnstreik betroffen sind auch die Stadtbahnen. Die KVB hat nach eigener Aussage Vorkehrungen getroffen, damit der Stadtbahnbetrieb grundsätzlich aufrechterhalten werden kann. Allerdings müssen sich Fahrgäste auf Beeinträchtigungen einstellen.
Diese Bus-Linien werden bestreikt:
- 121, 124, 125, 126
- 133, 139
- 140, 141, 142, 143, 147, 148, 149
- 150, 153, 159
- 171, 179
- 196
Diese Bus-Linien fahren mit eingeschränktem Fahrplan:
- 120, 122, 127
- 136
- 145
- 151, 152, 155, 157.
Ein Fahrplan, welche Buslinien am Montag wann und wie genau fahren, werde derzeit erarbeitet. Diese Fahrten würden den Fahrgästen so bald wie möglich in der elektronischen Fahrplanauskunft angezeigt und zudem als Fahrplan-Tabelle auf der KVB-Website (www.kvb.koeln) veröffentlicht werden.
Ärgert ihr euch über den Streik in Köln, oder habt ihr Verständnis? Wie kommt ihr von A nach B?
Hau raus!
Werde Leserreporter/in
Mit den erneuten Streiks senden die Beschäftigten laut Verdi ein deutliches Signal vor den am Dienstag (24. März) beginnenden dritten Verhandlungsrunde. Die Arbeitgeber seien aufgefordert, endlich ein konkretes Angebot vorzulegen und die Situation der Beschäftigten nicht weiter durch Gegenforderungen zu verschärfen.
Köln in der Streik-Zange
Seit Dienstag (17. März) ist Köln in der Streik-Zange. Zwar haben die meisten Verständnis für die Belange der KVBler und KVBlerinnen, aber mittlerweile auch die Schnauze voll. Am Samstag (21. März) wurde der Streik fortgesetzt, der Aufruf gilt allerdings nur für den Bus-Betriebshof Porz.
„Wen trifft der Streik eigentlich? Bei uns sind es die Kinder“, machte sich EXPRESS.de-Leserin Stephanie (44), Mutter zweier schulpflichtiger Kinder, Luft. Viele Kölnerinnen und Kölner sind sich einig, dass es die Falschen trifft.
„Die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr verlangen zurecht Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Diese Forderungen mit dem Vorschlag nach Verschlechterungen zu erwidern oder zu kompensieren, gefährdet die Funktionsfähigkeit des ÖPNV. Wir erwarten in den am Dienstag beginnenden Verhandlungen ein Angebot, dass der Belastung der Beschäftigten Rechnung trägt,“ erklärte Tjark Sauer, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Köln-Bonn-Leverkusen.
Verdi fordert unter anderem Entlastungen bei der Arbeitszeit und den Schichtdiensten sowie Verbesserungen bei Zuschlägen. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und den Nahverkehr langfristig personell zu stabilisieren. (iri)

