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+++ EILMELDUNG +++ Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen, Zugausfälle Sturmtief verschont Köln – aber im Umland wehte es kräftig

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Update

Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen, ZugausfälleSturmtief verschont Köln – aber im Umland wehte es kräftig

Einsatz der Feuerwehr Pulheim nach dem ersten Herbststurm.

Copyright: Feuerwehr Pulheim

Einsatz der Feuerwehr Pulheim nach dem ersten Herbststurm.

Aktualisiert:

Das Sturmtief Austen hat in der Nacht zu Samstag für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in Pulheim gesorgt.

Der erste Herbststurm ist über Köln und das Rheinland hinweggezogen. Die Domstadt blieb weitgehend verschont.

Wie die Leitstelle der Kölner Polizei am Samstagmorgen (24. Oktober) auf EXPRESS.de-Nachfrage mitteilte, gab es in der Nacht keine witterungsbedingten Einsätze. Die Feuerwehr meldete einige wenige Einsätze wegen herabfallender Äste – auch hier gab es Entwarnung.

Sturmtief sorgt für zahlreiche Einsätze in Pulheim

Während das Sturmtief „Luise“, international „Austen“ genannt, in Köln keine größeren Schäden hinterließ, musste die Feuerwehr in Pulheim gleich mehrfach ausrücken. Schon am Freitag (23. Oktober 2026) gab es vor allem in den Abendstunden reichlich Arbeit.

Obwohl sich das Sturmtief „Austen“ auf seinem Weg vom Atlantik nach Dänemark bereits über dem Ärmelkanal ausgetobt hatte, sorgten seine Ausläufer im Stadtgebiet für herabgefallene Äste und umgestürzte Bäume.

Schon am Freitagmittag mussten die Einsatzkräfte das erste Mal ausrücken: In der Nähe des Sportzentrums im Bereich der Hackenbroicher Straße war ein Baum umgeknickt. Die hauptamtliche Wache räumte das Hindernis von der Fahrbahn.

Am Abend ging es dann Schlag auf Schlag weiter. Kurz vor 20 Uhr drohte auf der Venloer Straße ein großer, abgeknickter Ast herabzustürzen. Mithilfe der Drehleiter brachten die Feuerwehrleute diesen sicher zu Boden, um weitere Gefahren auszuschließen.

B59 bei Pulheim nach Sturmschäden kurzzeitig gesperrt

Gegen 20.45 Uhr rückte der Löschzug Geyen mit zwei Fahrzeugen und 14 Kräften zur Manstedtener Straße aus. Ein dort gemeldeter, umgestürzter Baum konnte jedoch nicht gefunden werden, sodass die Helfer und Helferinnen direkt wieder für weitere Einsätze bereitstanden.

Zur selben Zeit wurden auf der B59 in Höhe eines Möbelhauses gleich zwei umgestürzte Bäume gemeldet, die in die Fahrbahn ragten. Der Löschzug Pulheim rückte mit drei Fahrzeugen und gut einem Dutzend Kräften an. In Absprache mit der Polizei wurde die Bundesstraße kurzzeitig gesperrt, um die Bäume schnell und sicher zu beseitigen. Nach gut 20 Minuten war die Gefahr gebannt.

Gegen 22.10 Uhr krachte schließlich auf der Orrer Straße eine Baumkrone auf eine Verkehrsinsel. Die hauptamtliche Wache zerlegte das Holz und legte es abseits der Straße ab. Koordiniert wurden die Einsätze durch den stellvertretenden Leiter der Feuerwehr, Brandoberinspektor Guido Bruckmann.

Vollsperrung Richtung Köln

In Remscheid hatte es ein Einsatz besonders in sich. Ein größerer Baum neben der Autobahn war umgestürzt und gegen eine Lärmschutzwand gekracht. Der Baum ragte bereits über die Fahrbahn und drohte, komplett auf die Autobahn zu stürzen.

Um Schlimmeres zu verhindern, musste die Autobahnpolizei die Fahrtrichtung Köln zur Sicherung der Gefahrenstelle vollständig sperren.

Mit Motorsägen und einer Drehleiter rückten die Feuerwehrleute dem Riesen-Baum zu Leibe und trugen ihn Stück für Stück ab. Anschließend wurde noch die Fahrbahn gereinigt. Nach rund drei Stunden war der schweißtreibende Einsatz endlich beendet.

Der erste Herbststurm des Jahres wütete in ganz Nordrhein-Westfalen. Hier ein Überblick über die Einsätze aus der Nacht:

  1. Leverkusen: Gesperrte Straßen und umgestürzter Bäume.
  2. Wuppertal: Sturm facht Flammen an – Gartenhütte brennt lichterloh

Ausfälle im Regional- und S-Bahn-Verkehr

Der Sturm sorgte auch für Ausfälle im Regional- und S-Bahn-Verkehr . Auf mehreren Strecken lagen Bäume auf den Gleisen oder in Oberleitungen. Es kam in der Nacht zu Sperrungen, Verspätungen und Zugausfällen.

Dutzende Strecken sind betroffen, wie zuginfo.nrw meldet. Wann die Züge wieder nach dem normalen Takt fahren können, ist von Strecke zu Strecke verschieden. Reisende werden gebeten, sich vorher nach ihren Verbindungen zu erkundigen.

Feuerwehr mit Appell: Wälder, Parks und Friedhöfe meiden

Menschen wurden nach bisherigen Informationen nicht verletzt.  Angesichts der stürmischen Witterung richtet die Feuerwehr aber einen dringenden Appell an die Bürger und Bürgerinnen: Wälder, Parks und Friedhöfe sollten bei starkem Wind möglichst gemieden werden. Sturmböen können Äste abbrechen und Bäume entwurzeln.

Zudem warnen die Retter und Retterinnen davor, dass auch nach dem Sturm noch Bäume in den aufgeweichten Böden umkippen oder beschädigte Äste herabfallen können. Es sollte daher unbedingt Abstand zu großen Bäumen gehalten werden. (red)