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Gerhard Richter wird 90 Dom-Fenster ist Kult, doch sein zweites Kirchenwerk in Köln kennt kaum jemand

Das Richter-Fenster im Kölner Dom wirft Farbe in die Luft.

Das Richter-Fenster im Kölner Dom, hier ein Foto aus dem Jahr 2017, ist weit über die Grenzen Kölns hinaus bekannt.

Eine der bekanntesten Maler der Welt wird 90: Doch die Party von Kölns Star-Künstler Gerhard Richter fällt klein aus – ganz im Gegensatz zu einem eher unbekannten Werk von ihm, das in einer Kölner Kirche „versteckt“ hängt.

Über seinen großen Tag am Mittwoch (9. Februar) redet Gerhard Richter nicht so gerne, zumindest öffentlich. Der weltbekannte Kölner Künstler wird zwar 90 Jahre alt, doch eine XXL-Party mit anderen Stars steht nicht zur Debatte, nicht nur wegen der Corona-Pandemie.

Er feiere im kleinen Kreis mit der Familie, sagt der Jubilar im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Und Wünsche? Wünsche hat er nicht. „Das wäre peinlich. Ich habe alle gewarnt: Ich brauche nichts mehr!“ Dabei lacht er. Zur Not könnte sich der Star-Künstler eben auch alles selbst leisten: 2019 schätzte das Manager-Magazin sein Vermögen auf 700 Mio. Euro, Richter gehört zu den teuersten noch lebenden Malern der Welt.

Gerhard Richter: Star-Künstler feiert 90. Geburtstag mit der Familie

Nach Köln, wo er heute fest verwurzelt ist, kam er durch Zufall. 1961 war der gebürtige Dresdner aus der DDR in den Westen geflüchtet, arbeitete zunächst viel in Düsseldorf. Erst als er in Köln das richtige Grundstück fand, ließ er sich nieder. Bis heute lebt das Geburtstagskind im noblen Hahnwald im Kölner Süden.

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Gerhard Richter lacht bei einem Interview verschmitzt in die Kamera.

Gerhard Richter, hier ein Foto aus dem Jahr 2018, wird 90 Jahre alt.

Seine Wahlheimat verdankt ihm unter anderem das Richter-Fenster im Kölner Dom. Das hat sich zu einer richtigen Touri-Attraktion entwickelt und ist weit über die Grenzen Kölns hinaus bekannt.

Werk von Gerhard Richter ist in Kunst-Station Köln zugänglich

Was viele aber nicht wissen: Seit 2020 ist neben dem Domfenster ein weiteres Kunstwerk Richters im öffentlich zugänglichen Kirchenraum dauerhaft zu sehen: im Zentrum für zeitgenössische Kunst und Musik in der Kirche St. Peter (Jabachstraße, nahe der Stadtbibliothek).

In der Kunst-Station Sankt Peter in Köln hängt das Spiegel-Werk von Gerhard Richter.

Das Werk „Grauer Spiegel” von Gerhard Richter kann von mittwochs bis sonntags begutachtet werden.

Es handelt sich um eine Arbeit, die als Teil einer Bildgruppe 2018 entstanden ist und den Titel „Grauer Spiegel“ trägt. Es ist eine 228 x 228 Zentimeter große Glasscheibe, die rückseitig grau eingebrannt ist. Er verweist in seiner Idee auf wichtige Werke Richters, wie „4 Glasscheiben“ (1967), „Schwarz, Rot, Gold“ (1999) und „Acht Grau“ (2002).

Grauer Spiegel von Gerhard Richter war mal ein „Ersatz“ für Rubens-Werk

2018 hatte die Kunst-Station Köln das berühmte Werk „Kreuzigung Petri“ (Peter Paul Rubens) von seinem angestammten Platz entfernen müssen, da es restauriert werden musste. Den Platz nahm Richters Spiegel ein. Als das Rubens-Werk 2020 an seinen Platz zurückkehrte, bat Richter darum, sein Werk im Innenraum der Kirche zu belassen. Seitdem hängt der Spiegel als Dauerleihgabe im nördlichen Seitenschiff.

„Die Kunst-Station Sankt Peter Köln ist stolz, neben einem Spätwerk von Peter Paul Rubens (Kreuzigung Petri, 1638-40, d. Red.) und einer der letzten Arbeiten von Eduardo Chillida (Gurrutz Aldare, 2000) auch eine späte Arbeit von Gerhard Richter zu besitzen, und gratuliert dem Künstler zum 90. Geburtstag“, sagt Guido Schlimbach von der Kunst-Station.

Wer Richters Werk genauer unter die Lupe nehmen möchte, kann das mittwochs bis sonntags von 12 Uhr bis 18 Uhr tun, montags und dienstags bleibt der Bereich geschlossen.

Der „Graue Spiegel“ ist noch drei Wochen bis Karneval zu sehen, danach wird er wie alle Bilder in Sankt Peter bis zur Karwoche verhüllt. Ab Ostern 2020 wird er ebenso wie Rubens „Kreuzigung Petri“ wieder sichtbar sein. (tw, mit dpa)

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