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Kam 2015 mit dem KranKölner Kult-Flugzeug verschwindet für immer

Der Zero-Airbus wird am 8. August 2015 am Flughafen Köln/Bonn mit einem 60 Meter hohen Schwerlastkran auf einen Parkplatz gehoben. Der Airbus A300  wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bis 2014 als Parabelflugzeug benutzt.

Copyright: imago/Horst Galuschka

Der Zero-Airbus wird am 8. August 2015 am Flughafen Köln/Bonn mit einem 60 Meter hohen Schwerlastkran auf einen Parkplatz gehoben. Der Airbus A300  wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bis 2014 als Parabelflugzeug benutzt.

Aktualisiert:

Zehn Jahre stand er am Flughafen Köln/Bonn, jetzt ist Schluss: Der berühmte Zero-G-Airbus wird zerlegt – und landet bald als Möbelstück in Wohnzimmern.

Es ist das Ende einer echten Kölner Kult-Attraktion: Der Airbus A300 Zero-G verlässt den Flughafen Köln/Bonn.

Rund zehn Jahre lang stand die Maschine auf dem Parkplatz Nord und war Ausstellungsstück, Fotomotiv und Highlight zahlloser Flughafenführungen. Jetzt wird sie abgebaut.

Flughafen Köln/Bonn: Airbus A300 Zero-G verschwindet

Verantwortlich dafür ist die belgische Firma PartsCare, die auf die Weiterverwertung stillgelegter Flugzeuge spezialisiert ist. Aus den Einzelteilen des Zero-G sollen unter anderem Möbelstücke und Dekoelemente entstehen – das Unternehmen hat bereits Tische und sogar Poolhäuser aus ausrangierten Flugzeugen gefertigt.

Wer selbst ein Stück Luftfahrtgeschichte fürs Wohnzimmer will, kann sich laut Flughafen-Mitteilung direkt über die PartsCare-Website melden.

Der Zero-G ist längst mehr als nur ein altes Flugzeug – er ist ein Stück Kölner Stadtgeschichte.

Im August 2015 wurde die 54 Meter lange, 80 Tonnen schwere Maschine spektakulär per Schwerlastkran auf ihren Standort gehievt und dabei um 180 Grad gedreht. Bis 2014 diente der Airbus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als Trainingsgerät für Parabelflüge zur Simulation von Schwerelosigkeit – insgesamt 13.180 Parabeln ist die Maschine in ihrer Geschichte geflogen. Auch Astronaut Alexander Gerst trainierte an Bord.

Nach seiner aktiven Zeit wurde der Zero-G zum multimedialen Museumsflugzeug umgebaut. Besucher konnten ins gläserne Cockpit schauen und sich für ein Foto scheinbar schwerelos ablichten lassen. Ehemaliger Flughafenchef Michael Garvens nannte ihn damals „ein Stück Luftfahrtgeschichte“ .

Sogar für medizinische Zwecke kam der Airbus zum Einsatz: Mitten in der Corona-Pandemie ließen sich Kölnerinnen und Kölner 2021 in der ungewöhnlichen Location impfen. Damals sagte Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH: „Es ist nicht nur für Flugzeugliebhaber etwas ganz Besonderes, eine Impfung im historischen Zero G zu erhalten.“

Nun ist auch dieses Kapitel vorbei. Statt am Flughafen zu stehen, wird der Zero-G künftig in Teilen weiterleben – als Möbelstück, Deko-Element, vielleicht sogar in einem Kölner Wohnzimmer.

Habt ihr noch Erinnerungen und Fotos von dem alten Airbus? Meldet euch bei uns! Fotos, Videos und Infos jetzt hier schnell und einfach hochladen.

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