Bombe in Köln 1800 Menschen von Evakuierung betroffen – Entschärfung erfolgreich

Ein Auto des Ordnungsamts ist an einem Gebäude abgestellt. In der Nähe wurde eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden.

Das Gebiet rund um den Fundort der Bombe musste am Donnerstag (1. Dezember 2022) evakuiert werden. Die Bombe lag auf dem Gelände, wo einst ein Autohaus stand.

Eine Weltkriegsbombe ist am Donnerstag in Köln gefunden worden. Rund 1800 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Am Abend konnte der Blindgänger erfolgreich entschärft werden.

In Köln ist am Donnerstag (1. Dezember 2022) ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Es handelt sich um eine englische Fünf-Zentner-Bombe mit einem Aufschlagzünder.

Wie die Stadt mitteilte, wurde die Weltkriegsbombe im Bereich Liebigstraße (Höhe Hausnummern 201 bis 203) in Neuehrenfeld entdeckt.

Auf dem Gelände befand sich früher ein Toyota-Autohaus, nun sollen dort Wohnungen entstehen. Im Zuge der Sondierung durch eine Fachfirma wurde die Bombe gefunden. 

Gegenüber EXPRESS.de sagt Robert Baumanns von der Stadt Köln: „In der Nähe befinden sich viele Gleisanlagen. Dort sind im Krieg vermehrt Bomben heruntergegangen.“ Denn: „Gleisanlagen waren immer eines der wichtigen Ziele für Bombenangriffe. Das ist heute noch genauso.“

Köln: Weltkriegsbombe in Neuehrenfeld gefunden

„Wenn die Bombe nicht mehr zündfähig gewesen wäre, hätte man das Gebiet nicht evakuieren müssen. Dann hätte man sie einfach abtransportieren können“, erklärt Baumanns. In diesem Fall musste allerdings noch am Donnerstagabend der Kampfmittelbeseitigungsdienst anrücken, um den Blindgänger zu entschärfen.

Das Ordnungsamt entschied über alle weiteren Maßnahmen zur Absperrung und Evakuierung. Der Gefahrenbereich wurde vom KBD mit einem vorläufigen Radius von 300 Metern festgelegt.

In Köln-Ehrenfeld ist eine Bombe gefunden worden. Der Evakuierungsradius ist auf dem Bild zu sehen.

Der umrandete Bereich auf der Karte zeigt den Evakuierungsradius.

Rund 1800 Personen waren von der Evakuierungen betroffen. Im Albert-Magnus-Gymnasium, Ottostraße 87, 50823 Köln, wurde eine Anlaufstelle für betroffene Anwohnerinnen und Anwohner eingerichtet.

Erster Klingelgang nach Bombenfund – auch KVB betroffen

Gegen 19 Uhr wurde mit dem ersten Klingelgang begonnen. Das Ordnungsamt der Stadt Köln forderte alle Bewohnerinnen und Bewohner im Evaluierungsbereich dazu auf, ihre Wohnungen zu verlassen. Gegen 20 Uhr erfolgte der zweite Klingelgang.

Folgende Straßen wurden für den Verkehr gesperrt:

  • Liebigstraße zwischen Herkules- und Hornstraße
  • Wöhlerstraße
  • Methweg
  • Hans-Wild-Straße
  • Pettenkoferstraße

Wie die Stadt Köln am Donnerstagabend mitteilte, war auch der Öffentliche Nahverkehr von den Maßnahmen betroffen. Die KVB-Linie 142 wird zwischen Bahnhof Ehrenfeld und Bahnhof Nippes umgeleitet über Ehrenfeldgürtel, Parkgürtel und Geldernstraße.

Gegen 22.50 Uhr erfolgte dann die Entschärfung. Dafür wurde zwischenzeitlich auch der Luftraum gesperrt. Die Menschen konnten am späten Abend wieder zurück in ihre Wohnungen. 15 kranke oder gehbehinderte Personen werden mit Krankentransporten zurück nach Hause gebracht. (aa/jv)

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