Erzbistum Köln Umstrittene Hochschule: Kardinal Woelki schmeißt Geschäftsführerin raus 

Kardinal Rainer Maria Woelki nimmt an der wöchentlichen Generalaudienz mit dem Papst auf dem Petersplatz im Vatikan teil.

Das Erbistum Köln und Kardinal Woelki, hier am 5. Oktober 2022 im Vatikan zu sehen, trennen sich von Martina Köppen, der Geschäftsführerin der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT).

Kardinal Rainer Maria Woelki bestimmt die Schlagzeilen: Nun muss die Kanzlerin der vom Kölner Erzbistum finanzierten Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) ihren Hut nehmen.

Die Kanzlerin einer vom Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki geförderten kirchlichen Hochschule soll abgelöst werden. Das teilte das Erzbistum am Mittwoch (5. Oktober 2022) mit.

Um die vom Bistum finanzierte und in jüngster Zeit stark ausgebaute Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) gibt es seit geraumer Zeit eine Debatte. Woelki ist ihr Großkanzler.

Kölner Erzbistum wirft Kanzlerin von kirchlicher Hochschule raus

„Auf Initiative“ von Woelki sei in den vergangenen Tagen der Stiftungsrat der „Stiftung zur Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung im Erzbistum Köln“ erweitert worden, hieß es nun in einer Mitteilung. Diese Stiftung ist Alleingesellschafterin der KHKT gGmbH, die wiederum Trägerin der Hochschule ist.

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Der neu zusammengesetzte Stiftungsrat habe entschieden, die bisherige Geschäftsführerin der Stiftung, Martina Köppen, abzuberufen. Berufen wurden drei neue Geschäftsführer, die ehrenamtlich tätig sein sollen. Die neue Geschäftsführung wiederum habe entschieden, Köppen auch als Geschäftsführerin der KHKT gGmbH abzulösen.

Darüber hinaus sei auch ihre Ablösung als Kanzlerin der Hochschule „vorgesehen“ – nach der vorgeschriebenen Anhörung des Senats. Konkrete Gründe für die Abberufung von Köppen wurden in der Mitteilung nicht genannt.

Die Debatte um die Hochschule drehte ich sich in den vergangenen Monaten sowohl um Finanzfragen als auch um ihre Ausrichtung. Kritiker werfen Woelki vor, die Hochschule zielstrebig als konservative Konkurrenz zur traditionsreichen Theologischen Fakultät der Universität Bonn auszubauen. Woelki selbst bestreitet, dass ihm die Ausbildung in Bonn nicht passe. (dpa/nb)

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