Stromausfall in Köln Vier Stationen weiter ohne Strom – Notaggregator kommt zum Einsatz

Kölner Kardinal kassiert Mega-Gehalt trotz Auszeit: Nicht nur Katholiken auf dem Baum

Kölner Kardinal Woelki zieht Konsequenzen.

Der Steuerzahlerbund kritisiert das Gehalt für Kardinal Woelki, hier bei einer Pressekonferenz am 23. März 2021, trotz Auszeit. 

Der Steuerzahlerbund kritisiert die Gehaltszahlung für Kardinal Rainer Maria Woelki während dessen Auszeit.

Köln. 13.800 Euro pro Monat quasi fürs Nichtstun: Das Gehalt für den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki während dessen Auszeit treibt nicht nur so manchem Katholiken die Zornesröte ins Gesicht. Auch der Steuerzahlerbund NRW kritisiert die Zahlung aufs Schärfste.

„Wenn Bezüge fortbezahlt werden, ohne dass die eigentliche Arbeit verrichtet wird, ist das nicht in Ordnung“, sagt Haushaltsexperte Markus Berkenkopf der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in der Donnerstagausgabe (14. Oktober 2021).

Trotz Auszeit: Kölner Kardinal Woelki verdient wie Oberbürgermeister

Die Auszeit komme einer Freistellung gleich und solle ohne Bezüge erfolgen, so der Experte weiter. Das Erzbistum hatte mitgeteilt, dass Woelki weiter sein volles Monatsgehalt in Höhe von fast 13.800 Euro erhält. Eine geistliche Auszeit sei kein Urlaub, hatte es am Mittwoch (13. Oktober) begründet. 

Alles zum Thema Rainer Maria Woelki
  • Woelkis Hochschule in Köln Geplante Priesterausbildung: Nachbarstadt-Uni mit heftiger Kritik 
  • Positiv getestet Kölner Kardinal Woelki hat Corona – wie es um seine Gesundheit steht
  • „Ermutigt, diesen Schritt zu gehen“ Neuheit an Kölner Schulen: Kardinal Woelki lenkt ein
  • „Wenn der deutsche Adler flog“ Kölner Kultband mit klaren Worten zu Ukraine-Krieg und Woelki
  • Nächster Aufreger Vatikan über Kölner Kardinal Woelki: Vorgehen völlig in Ordnung
  • „Schizophren“ Kölner Komikerin Carolin Kebekus schießt hart gegen Kardinal Woelki
  • Chor-Protest gegen Woelki Palmsonntag singt nur Rumpfbesetzung im Kölner Dom
  • Wirbel um Kölner Kardinal Woelki sorgt mit Aussagen über Papst für Irritationen – Erzbistum reagiert
  • Kölner Kardinal Woelkis Stellvertreter zieht Konsequenzen – zunehmend in die Kritik geraten
  • Kölner Kardinal Wichtiges Gremium spricht über Woelki – Sitzung geht über zwei Tage

Kardinal Woelki sei in seiner bis Anfang März 2022 dauernden Auszeit weiter in Köln im Amt und erhalte daher seine vollen Bezüge nach Beamtenbesoldungsgruppe B10, was dem Gehalt eines Oberbürgermeisters entspreche. Einen erheblichen Teil davon wolle Woelki für Missbrauchsopfer spenden. 

Das lässt der Steuerbund nicht gelten. Berkenkopf sagt in der WAZ, es gehe um „den grundsätzlichen Vorgang der Weiterbezahlung“.

Kölner Erzbistum steckt seit Missbrauchsgutachten in Krise

Das Erzbistum steckt in der Krise, seit Woelki vor einem Jahr entschieden hatte, ein Gutachten im Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Missbrauchsvorwürfen vorerst nicht zu veröffentlichen. Im September hatte der Papst entschieden, dass der Kölner Kardinal trotz „großer Fehler“ im Amt bleiben darf. Während Woelkis Auszeit führt der Kölner Weihbischof Rolf Steinhäuser die Amtsgeschäfte. (dpa)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.