Auf der Aachener Straße wird gehämmert und gebohrt. Kasallas Brauhaus kommt später, aber es kommt! Frontmann Basti Campmann erklärt, wann die Fans endlich anstoßen können.
„Marie und Johann“Eröffnung von Kasalla-Brauhaus verschoben – „Waren sehr optimistisch“

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Auf der Aachener Straße in Köln soll das Brauhaus „Marie&Johann“ eröffnen. Sehr zur Freude von Basti Campmann (v.l.n.r.), Flo Peil, Kim Gerstenberg, Till Riekenbrauk, Ena Schwiers, Nils Plum, Sebi Wagner.
Die Kölschrock-Band Kasalla plant die Eröffnung ihrer eigenen Gaststätte für den Sommer. Diese Nachricht kommt mit einer kleinen Delle: Ursprünglich war der Start für Ende 2025 anvisiert worden, als vor etwa einem Jahr die Pläne für das Lokal auf der Aachener Straße publik wurden. Das Projekt stemmen die Musiker um Sänger Basti Campmann gemeinsam mit dem Gastronomie-Experten Till Riekenbrauk („Johann Schäfer“).
Gegenüber unserer Redaktion räumt Campmann auf Anfrage ein: „Wir waren sehr optimistisch mit dem Fertigstellungs- und Eröffnungstermin.“ Wie bei komplexen Bauvorhaben oft der Fall, tauchten auf der Baustelle einige unerwartete Hindernisse auf. Aus diesem Grund wird die Gaststätte nun mit einer Verspätung von circa einem halben Jahr ihre Pforten öffnen.
Kasalla-Note im „Marie&Johann“: Bodenständig, aber mit Pfiff
„Bauprojekte bergen Dinge, die man vorher nicht so einschätzen kann. Ob zulassungs- oder ausschreibungstechnische Aspekte: Doch wenn ich sehe, welche Brocken jetzt schon geschafft sind, bin ich zuversichtlich, dass wir es im Sommer schaffen“, erklärt Campmann. Der Frontmann unterstreicht, wie sehr sich die Gruppe schon jetzt im „Marie&Johann“ engagiert. Von der Auswahl von Farben über das Interieur bis hin zur Speisekarte und dem geplanten Bühnenprogramm – die Musiker sind voll dabei. „Wir sehen uns als rot-weiße Eminenz im Hintergrund und wollen, dass das spürbar unser Laden wird. Wir haben ein kompetentes Team, das diese Ideen dann letztlich umsetzt.“
Ein besonderes Schmankerl: Jedes Mitglied der Gruppe soll ein Gericht beisteuern, das von ihm kreiert oder angeregt wurde. Was am Ende aber konkret serviert wird, ist noch offen. Geplant ist eine Brauhaus-Küche, die „etwas andere“ Züge trägt. „Wir wollen eine erdige Gaststätte sein. Die, die bewusst ein Brauhaus aufsuchen, sollen sich wohlfühlen“, trotzdem soll es sich von der Norm abheben.
Aktuell wird noch mit Hochdruck gearbeitet. Die gesamte Infrastruktur muss von Grund auf neu geschaffen werden: von der Elektrik über die Sanitärinstallationen bis zum Lärmschutz und den Wänden. „Mit dem Antiquitätengeschäft war hier vorher genau das Gegenteil von dem da, was man nun für eine Gastro braucht“, erläutert Campmann. Das Vorhaben ist ein teurer Spaß, wie der Sänger zugibt, da die Band noch keine Einnahmen erzielt. Glücklicherweise zeigte sich der Vermieter kooperativ: „Er ist uns entgegengekommen, damit wir diese längere Umbauphase gut überstehen können.“
Doch das Lokal soll mehr sein als nur ein neuer Treffpunkt für Genießer. Es soll auch eine Bühne für aufstrebende Talente bieten. Basti Campmann erkennt hier eine Lücke in der Kölner Kulturszene. „Der Raum kann etwa stehend 90 bis 100 Personen fassen. Wir wollen hier für junge Künstler ein Angebot schaffen, da wir im Musik- und Kulturbereich gut vernetzt sind.“ (red)
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