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Eintritt für Kölner DomNeue Tourismus-Chefin findet's in Ordnung und nennt Limit

Die Pläne für einen Dom-Eintritt sorgen für Diskussionen. Jetzt bezieht die neue Tourismus-Chefin Stellung – und nennt eine klare Schmerzgrenze.

Stephanie Kleine Klausing, die neue Leiterin von Köln-Tourismus, bezeichnet die geplante Gebühr für den Dom als „legitim und vertretbar“. Bei ihrem ersten Auftritt vor der Presse erklärte sie: „Wenn es notwendig ist für die Erhaltung des Doms, ist das gerechtfertigt. Ich würde mir aber wünschen, dass der Preis zehn Euro nicht überschreitet.“ Mit dieser Summe wäre Köln deutlich günstiger als andere berühmte Gotteshäuser, wie die Sagrada Familia oder der Dom in Mailand.

In die Entscheidung des Domkapitels war Köln-Tourismus vorab nicht involviert. Man befinde sich aber nun in intensiven Gesprächen. Ziel sei es, die Umsetzung für Besucher so einfach wie möglich zu gestalten – mit simplen Online-Tickets und ohne ewiges Anstehen. „Da finden wir gemeinsam einer Lösung.“ Sie hat keine Sorge, dass Touristen wegen einer Gebühr auf die Besichtigung des Wahrzeichens verzichten würden.

Kultur-Events als Besuchermagnet

Die Vermarktung von Kunst und Kultur sei ein strategischer Fokus ihrer Tätigkeit, betonte sie. „Die Kusama-Ausstellung ist dafür ein wunderbares Beispiel, so ein Ereignis zieht viele Besucher an.“ Man wolle erreichen, dass Besucher für zwei oder drei Übernachtungen bleiben. Davon sollen auch die Hotels und Restaurants profitieren. „Das ist für eine Städtereise schon sehr lang. Aber wir haben hier eine große Vielfalt zu bieten. Berlin ist zwar viel größer, aber wir müssen uns dahinter nicht verstecken.“

Sie möchte den Kurs ihres Vorgängers beibehalten: Insbesondere sollen kulturbegeisterte und digital versierte Besucher angelockt werden, die auch ausgabefreudig sind. Analysen von Mobilfunkdaten, welche die Ziele und Verweildauer der Gäste aufzeichnen, belegen, dass dies in letzter Zeit immer besser funktioniert. „Wir setzen nicht unbedingt darauf, noch mehr Gäste anzuziehen. Wir setzen nicht auf Quantität, sondern auf Qualität.“ Die Messe sowie große Sportevents in der Metropole bleiben ebenfalls bedeutende Stützpfeiler.

Am 1. April übernahm die 51-jährige Diplom-Kauffrau Stephanie Kleine Klausing die Leitung von Jürgen Amann. Dessen Kontrakt, der ursprünglich bis 2027 gültig war, wurde frühzeitig beendet.

Amann ging als Tourismus-Verantwortlicher in die Hauptstadt Berlin. Gerüchten zufolge gab es Unstimmigkeiten: Angeblich waren nicht alle Angestellten mit seiner Vorgehensweise einverstanden, die als etwas verstaubt geltende städtische Tochtergesellschaft zu modernisieren.

Ebenso soll es im Rathaus Widerstand gegen seinen Plan gegeben haben, primär auf Besucher mit hoher Kaufkraft und Kulturinteresse zu setzen. Mit Stephanie Kleine Klausing hat man jetzt eine Nachfolgerin aus den eigenen Reihen. Seit 18 Jahren ist sie für Köln-Tourismus tätig, ihr Fokus lag auf dem Messe-Segment. Zuvor war sie bei der Köln-Messe beschäftigt.

Die Zahlen für 2025 zeigen einen erneuten Besucher-Boom in Köln. Mit circa 4,3 Millionen Ankünften und zum ersten Mal über 7,2 Millionen Übernachtungen wurde ein Plus von ungefähr zwei Prozent im Vergleich zu 2024 registriert. Dies spülte einen Gesamtumsatz von 5,5 Milliarden Euro in die Kassen von Handel, Gastronomie, Hotels und Kultureinrichtungen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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