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Gaucho-Party zu wildAbsage in Köln: „Ernsthafte Sicherheitsbedenken“

Beim WM-Halbfinale wurde auf dem Ebertplatz heftig gefeiert.

Copyright: Kalle Gerigk

Beim WM-Halbfinale wurde auf dem Ebertplatz heftig gefeiert.

Aktualisiert:

Die WM-Party auf dem Ebertplatz war laut und wild – jetzt haben die Betreiber der Gastro vor Ort die Reißleine gezogen.

Erst Riesenstimmung mit Bengalos und Fangesängen bis tief in die Nacht – dann die Reißleine: Der Ebertplatz hat sich im Laufe der Fußball-WM zum Hotspot der argentinischen Fangemeinde entwickelt.

Doch nun steht fest: Nach der Übertragung des Halbfinales am Mittwochabend (15. Juli) auf dem Ebertplatz wird das Finale am Sonntag dort nicht mehr gezeigt. Die nächste Gaucho-Party fällt flach.

Gastro am Ebertplatz zeigt das WM-Finale nicht

Die Betreiber des Gastro-Containers haben sich auf Instagram zu den Gründen geäußert – sie nennen Sicherheitsbedenken.

„Es war unglaublich. Über 600 Menschen haben gemeinsam Argentinien ins Finale gefeiert – und das hat uns ehrlich gesagt selbst überwältigt“, heißt es in der Stellungnahme. Sogar das argentinische Fernsehen habe live von dem Platz übertragen. „Das ist etwas, womit wir nie gerechnet hätten.“

Doch genau das sei jetzt das Problem: „Wir sind ein kleiner Biergarten. Kein Stadion, kein Sicherheitsdienst, keine Infrastruktur für das, was passiert ist“, heißt es weiter. Es habe „ernsthafte Sicherheitsbedenken seitens der Behörden“ gegeben – und man könne die Verantwortung für ein Finale „in dieser Größenordnung“ nicht tragen.

Deshalb habe man sich entschieden, das WM-Finale am Sonntag nicht zu zeigen. „Das ist keine leichte Entscheidung – gerade weil wir diese Wochen gemeinsam mit euch aufgebaut haben und gelernt haben, was das Finale bedeutet“, schreiben die Betreiber. Sie bedanken sich bei den Gästen „von ganzem Herzen“ für die Unterstützung der vergangenen Wochen.

So reagieren Fans auf Instagram: Viele zeigen Verständnis für die Absage. „So eine mutige und kluge Entscheidung, auch wenn es nicht leicht war“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer kommentiert: „Richtige Entscheidung! Ihr leistet schon im ‚normalen Betrieb‘ schon viel für den Ebert!“

Ganz ohne Fußball bleibt der Ebertplatz am Wochenende aber nicht: Das Spiel um Platz drei am Samstag werde gezeigt – „entspannt, in gewohnter Atmosphäre“.

Der Ebertplatz gilt seit Jahren als Problemort in der Innenstadt – immer wieder gibt es Berichte über Drogenhandel und Gewalt. Gleichzeitig versucht die Stadt, den Platz über eine Zwischennutzung mit Kultur- und Programmangeboten zu beleben.

Langfristig soll der Platz umgestaltet werden, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und den Platz besser an die Veedel anzubinden – die Politik soll dazu die nächsten Planungsschritte freigeben.

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