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Drohnen-Alarm legt Airport lahmHunderte Passagiere stranden plötzlich in Köln

Eine Ryanair-Maschine landet am Flughafen Köln/Bonn. Nach einem Drohnenvorfall in Luxemburg wurden einige Flüge ins Rheinland umgeleitet. (Archivbild)

Copyright: IMAGO / Jochen Tack

Eine Ryanair-Maschine landet am Flughafen Köln/Bonn. Nach einem Drohnenvorfall in Luxemburg wurden einige Flüge ins Rheinland umgeleitet. (Archivbild)

Unbekannte Drohnen sorgen für Chaos am Flughafen Luxemburg. Mitten in der Nacht mussten zahlreiche Flieger umdrehen – und landeten stattdessen im Rheinland.

In der Nacht zum Samstag ging am Flughafen Luxemburg plötzlich nichts mehr. Der Grund: Unbekannte Drohnen wurden erst in der Nähe, dann direkt über dem Airport gesichtet, wie der Betreiber auf seiner Webseite informierte.

Als „Vorsichtsmaßnahme“ wurde der gesamte Flugverkehr sofort gestoppt. Die luxemburgische Regierung berief umgehend eine Krisensitzung mit Sicherheits- und Luftüberwachungsbehörden ein, um die Situation zu bewerten.

„Chaos am Flughafen“ – viele Flüge nach Köln/Bonn umgeleitet

Selbst nachdem der Betrieb wieder aufgenommen wurde, herrschte weiter Ausnahmezustand mit erheblichen Verspätungen. Die Zeitung „Luxemburger Wort“ sprach von einem regelrechten „Chaos am Flughafen Luxembourg“ in der Nacht.

Laut der Fluggesellschaft Luxair waren insgesamt rund 1800 Passagiere von den Störungen betroffen. Zahlreiche Flüge mussten umgeleitet werden, einige davon landeten außerplanmäßig in Köln/Bonn und Frankfurt-Hahn.

Viele Flüge nach Köln/Bonn umgeleitet

Die meisten Maschinen wurden laut „Luxemburger Wort“ nach Brüssel und Köln/Bonn geschickt. Für die gestrandeten Reisenden organisierten die Fluggesellschaften Übernachtungen oder Bustransfers zurück nach Luxemburg. Ein Passagier berichtete, dass die Fluggäste noch in der Luft über die Lage informiert wurden.

Woher die Flugobjekte kamen und wer sie steuerte, ist bisher ein komplettes Rätsel. Dies war nicht der erste Zwischenfall dieser Art: Schon am vergangenen Donnerstag tauchten unbemannte Flugkörper über Luxemburg auf.

Mehrere Drohnenvorfälle an europäischen Flughäfen

Die Ereignisse in Luxemburg sind Teil einer beunruhigenden Kette von Zwischenfällen an Airports in Europa. So musste Ende Mai der Flugbetrieb in München wegen vermuteter Drohnen temporär gestoppt werden.

Eine ganz neue, brisante Stufe erreichte die Bedrohung im August mit dem Fund einer Sprengstoffdrohne am Airport Leipzig/Halle. Deutsche Behörden machen dafür Russland verantwortlich. Wegen solcher hybriden Attacken werden die Forderungen in Europa lauter, wichtige Infrastruktur wie Flug- und Seehäfen besser abzusichern. (red)

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