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„Sowas von unnötig“Deutschland lacht über diese Kölner Schranke

Sie ist winzig, sie ist kurios – und jetzt hat sie sogar einen eigenen Eintrag bei Google Maps. Die Rede ist von Kölns kürzester Schranke.

46 Zentimeter. Länger ist sie nicht, Kölns kürzeste Schranke an der Straße „Simonskaul“ im Kölner Stadtteil Weidenpesch.

EXPRESS.de hat bereits im September 2022 nachgemessen und im März 2024 ausführlich erklärt, was es mit dem Stummel auf sich hat.

Kölns Mini-Schranke: KVB erklärt 46-Zentimeter-Stummel

Jetzt, rund zweieinhalb Jahre später: Die Mini-Schranke steht immer noch, und sie ist inzwischen zu einer kleinen Berühmtheit geworden.

Wer die Straße „Simonskaul“ bei Google Maps aufruft, findet dort einen eigenen Kartenpunkt mit dem Hinweis „Kleinste Schranke Deutschlands“. Wer genau den Eintrag für die kuriose Sehenswürdigkeit angelegt hat, ist unklar – es handelt sich nicht um eine offizielle Auszeichnung von Google.

Besucher kommentieren ihr Schranken-Erlebnis mit einem Augenzwinkern: „Großartige Architektur. Perfekt zum Besichtigen mit der ganzen Familie. Ein erneuter Besuch ist gesichert.“ Ein anderer schreibt: „Deutsches Kulturgut der Bürokratie, Normen und Vorschriften…“ Oder: „Selten so gelacht. Sowas von unnötig.“

Ob die Kölner Schranke tatsächlich die kleinste oder kürzeste Deutschlands ist, lässt sich nicht abschließend prüfen.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) hatten EXPRESS.de 2024 aber erklärt, dass es sich bei der Mini-Schranke keineswegs um eine Fehlplanung handelt. Sie ist ein Platzhalter. Die Stadt Köln plant an der „Simonskaul“ einen Radweg, und damit die Schrankenanlage nach dessen Fertigstellung nicht komplett umgebaut werden muss, wurde zunächst nur ein kurzes Provisorium installiert. Später soll die Schranke verlängert werden, ohne dass dabei Mehrkosten entstehen.

Auf der anderen Straßenseite befindet sich für Fußgänger bereits ein längeres Schranken-Modell mit einer Länge von 1,74 Metern. Zudem gibt es in beide Fahrtrichtungen klassische Schranken für den Straßenverkehr.

Bauarbeiten am neuen Wohnquartier in Weidenpesch

Ganz in der Nähe entsteht derweil weiter das Wohnquartier „Simonskaul“ mit 69 geplanten Wohneinheiten. Die Fertigstellung soll im Sommer 2027 erfolgen. Ob dann die Tage für die Mini-Schranke gezählt sind, ist weiterhin offen.

Die Gleisanlage, die hinter der Schranke verläuft, führt zur KVB-Hauptwerkstatt in Weidenpesch. Dort können 64 Bahnen abgestellt werden, der Bau kostete rund 67,5 Millionen Euro. Zur Anlage gehört eine Halle mit 16 Gleisen, Waschstraße und Reparaturstand – groß genug für zwei Flugzeuge.

Kennt ihr noch andere kuriose Orte in Köln? Hier schnell und einfach Infos, Fotos oder Videos hochladen.

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