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Chaos-BaustelleStraße in Lövenich für drei Wochen dicht

Baustelle auf der Brauweilerstraße am Bahnhof Lövenich.

Copyright: Tim Attenberger

Baustelle auf der Brauweilerstraße am Bahnhof Lövenich.

Vollsperrung in Lövenich! Eine wichtige Straße ist wochenlang dicht und am Bahnhof geht für viele gar nichts mehr.

Für Pendler, Pendlerinnen und Anwohnende in Köln-Lövenich kommt es im August knüppeldick. Vom 10. August bis zum 29. August ist auf der Brauweilerstraße kein Durchkommen mehr. Für volle drei Wochen wird damit die direkte Anbindung vom Bahnhof zur Aachener Straße sowie zu den Autobahnen 1 und 4 unterbrochen.

Bislang war aufgrund der Bauarbeiten nur eine Fahrspur blockiert, nun kommt die Vollsperrung. Das Mobilitätsdezernat der Stadt lässt seit Ende Juni am dortigen Bahnhof die Haltestellen neu gestalten und eine Verkehrsinsel bauen.

Stadt Köln informierte nicht über Baustelle

Obwohl der Bahnhof Lövenich ein zentraler Knotenpunkt ist, an dem neun Buslinien halten und der den Stadtteil mit wichtigen Verkehrsadern verbindet, gab es vom Mobilitätsdezernat vorab keine Mitteilung. Die Begründung der Stadt auf Anfrage: Die Straße sei „nicht Teil des mobilitätsrelevanten Verkehrsnetzes“.

Auch die Dauer der Sperrung wurde stillschweigend verlängert. Erst war von zwei Wochen die Rede, nun sind es plötzlich drei. Eine echte Ausweichroute gibt es kaum. Der gesamte Verkehr wird sich wohl auf die enge Moltkestraße quetschen, die ebenfalls zur Aachener Straße leitet. Wegen beidseitig parkender Autos wird es dort regelmäßig eng – selbst zwei Busse kommen kaum aneinander vorbei.

Nach Berichten über die mangelhafte Ausschilderung haben die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) mittlerweile einen Wegweiser zur Ersatzhaltestelle installiert. Diese ist 150 Meter vom Bahnhofsgebäude entfernt. Zuvor hatte ein solcher Hinweis komplett gefehlt.

Doch das Chaos ist nicht nur auf die Straße beschränkt. Für Bahnkunden und Kundinnen ist der Bahnhof Lövenich zurzeit nur eingeschränkt nutzbar. Wegen der Baustelle ist einer der beiden Zugänge zu den Treppen immer wieder gesperrt. Und es kommt noch schlimmer: Der einzige Aufzug zu den Gleisen ist kaputt – und das laut Deutscher Bahn noch bis Ende September. Eine Katastrophe für Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen.

Der Grund für den Ausfall ist ein Feuerwehreinsatz von Anfang Juli. Damals mussten mehrere Reisende aus dem steckengebliebenen Aufzug befreit werden, wobei die Tür beschädigt wurde. Ein Bahnsprecher erklärt: „Die Fachleute müssen die Tür zunächst ersetzen, bevor der Aufzug wieder in Betrieb gehen kann. Bei der Tür handelt es sich allerdings um eine Sonderanfertigung – diese hat eine längere Lieferzeit“. Die Bahn rät Reisenden mit eingeschränkter Mobilität, sich vor Fahrtantritt bei der Mobilitätsservice-Zentrale zu melden. (red)

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