Kölner Komikerin Carolin Kebekus über Putin: „Botox falsch gespritzt, dann kommst du ins Straflager“

Interview mit Carolin Kebekus in den Räumen von Spotting Image auf der Steinfelder Gasse in der Kölner Innenstadt.

Die Kölner Komikerin Carolin Kebekus, hier am 7. März 2022, hat sich auf humorvolle Art zu Wladimir Putin geäußert.

Der russische Angriffskrieg beschäftigt die Menschen auf der gesamten Welt. Auch die Kölner Komikerin Carolin Kebekus hat sich nun mit emotionalen Worten zum Thema geäußert.

Witze über den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu machen, kann nach Meinung von Carolin Kebekus eine befreiende Wirkung haben. „Komiker zu sein, ist ja in vielen Situationen recht unnütz, aber manchmal ist es auch ganz gut. Mal kurz über eine Situation zu lachen, die einem so eine Angst macht, und dann auch festzustellen ‚Okay, die anderen finden den auch Scheiße, wir sind alle auf einer Seite‘, das kann guttun“, sagte die Komikerin der Deutschen Presse-Agentur in Köln.

Gleichzeitig sei es ermutigend, sich klarzumachen, dass man in einem freien Land lebe, in dem solche Witze möglich seien. „Ich kann Witze über Putin machen, und niemand bestraft mich dafür.“

Carolin Kebekus über Putin: „Einmal verspritzt und dann kommst du ins Straflager“

Der russische Präsident reagiere wie ein ausgerasteter Ex-Freund, sagte Carolin Kebekus. „Es ist so eine gekränkte, unberechenbare Männlichkeit dahinter.“ Das habe durchaus Witzpotenzial.

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„Was ich mich immer frage: Was sind seine schwachen Momente? Er ist ja in jedem Fall total eitel. Er hat ja auch Filler und Botox und hat sich, glaube ich, die Oberlider straffen lassen. Wie schlimm ist das, wenn du derjenige bist, der ihm das Botox reindrückt? Einmal verspritzt und dann kommst du ins Straflager. Ich stell mir auch vor, wie er da sitzt und sich überlegt: ‚Was will ich denn jetzt eigentlich? Ich möchte gern ein bisschen mehr Glow.‘“

Carolin Kebekus reagiert mit Unglauben auf russischen Angriffskrieg

Auf den russischen Angriff auf die Ukraine habe sie mit Unglauben reagiert, schilderte Kebekus. „Ich bin damit aufgewachsen, dass meine Großeltern den Krieg erlebt haben, dass es ganz furchtbar war. Ich bin aber in einer Welt geboren, wo mir gesagt wurde: ‚Wir haben jetzt alle beschlossen, dass es keinen Krieg mehr gibt‘.“

So habe sie früher ihre Oma gefragt: „Kommt der Krieg wieder?“ Die Antwort sei dann immer gewesen: „Nein, das geht gar nicht.“ Sie sei schon wie ein kleines Kind gewesen, das sich sagt: „Moment mal, wir haben gesagt, das machen wir nicht mehr!“ (dpa/nb)

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