Brot statt Röggelchen: EXPRESS.de-Leser vermuten dahinter einen bestimmten Grund. Früh nimmt Stellung.
Brot statt RöggelchenKölner äußern Verdacht – Früh nimmt Stellung

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Der Halve Hahn wird in den Früh-Brauhäusern jetzt mit Brot statt mit Röggelchen serviert.

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Der Skandal kocht hoch. Zahlreiche Leser haben auf das Röggelchen-Aus in den Kölner Früh-Brauhäusern reagiert und einen Verdacht geäußert.
Brot sei eben billiger als Röggelchen und müsse nicht immer frisch, sondern könne auch mal von vorgestern sein. Einige vermuten schlicht Gewinnmaximierung. EXPRESS.de hakte bei Früh nach.
Kölner Früh-Gastro: Wirtschaftliche Faktoren auch eine Rolle, aber...
„Ursprünglich war vorgesehen, das Röggelchen zunächst ausschließlich als Beilage zu unseren Suppen durch ein neues Brauhausbrot zu ersetzen“, erklärt Marketing-Managerin Sophie Longerich. Bereits bei der ersten Brotverkostung hätten jedoch Geschmack und Qualität des gemeinsam mit der traditionsreichen Bäckerei Voosen entwickelten Brotes so überzeugt, „dass wir uns im Zuge der Speisekartenumstellung dazu entschieden haben, das Röggelchen in unserem gesamten gastronomischen Angebot durch das neue Brauhausbrot abzulösen“.
Frische habe für sie höchste Priorität. „Wir legen großen Wert auf eine frische Küche, hausgemachte Speisen und eine handwerkliche Zubereitung. Unser Brauhausbrot wird täglich frisch für uns von der Bäckerei Voosen gebacken“, so Sophie Longerich. „Es passt mit seiner herzhaften Note und seiner besonderen Textur hervorragend zu unserer kölschen Brauhausküche.“
Selbstverständlich würden wirtschaftliche Faktoren wie Kosten bei den Entscheidungen eines Unternehmens grundsätzlich eine Rolle spielen, sagt sie. „Wir möchten jedoch ausdrücklich betonen, dass die Kosten nicht ausschlaggebend für diese Umstellung waren. Entscheidend waren vielmehr die Qualität, der Geschmack und die handwerkliche Herstellung des neuen Brauhausbrotes.“
Ein weiterer Aspekt sei der erhebliche Stromverbrauch, der mit dem erforderlichen Aufbackprozess der Röggelchen verbunden war, erklärt Sophie Longerich. „Dies stand aus unserer Sicht sowohl im Hinblick auf den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr im Einklang mit unserem Anspruch an einen zeitgemäßen Gastronomiebetrieb. Auch diese Überlegung floss in unsere Entscheidung ein.“
„Schätzen diese Tradition ausdrücklich“
Sie räumt ein: „Uns ist bewusst, dass das Röggelchen fest zur kölschen Esskultur gehört und viele unserer Gäste damit vertraute Geschmackserlebnisse verbinden.“ Diese Tradition würden sie ausdrücklich schätzen.
Sophie Longerich: „Zugleich verstehen wir Tradition als etwas Lebendiges, das sich mit handwerklicher Qualität, Frische und neuen Ideen weiterentwickeln kann. Mit unserem neuen Brauhausbrot möchten wir unseren Gästen ein täglich frisch gebackenes Produkt anbieten, von dessen Qualität und Geschmack wir voll und ganz überzeugt sind.“
