Im Rhein wurde eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden – der Blindgänger musste noch am Donnerstag entschärft werden.
Bombe im Rhein!Blindgänger entschärft – musste erst geborgen werden
Aktualisiert:
Im Rhein bei Deutz lag eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie musste noch am Donnerstag (6. August) entschärft werden – innerhalb eines 400-Meter-Radius wurde gesperrt.
Die Entschärfung gestaltete sich kompliziert, denn der Blindgänger musste zu diesem Zweck auf dem Rhein geborgen werden. Dafür musste erst ein entsprechendes Gerät zum Fundort gebracht werden. Um kurz vor 18 Uhr wurde das Kampfmittel geborgen und schließlich gegen 18.50 Uhr entschärft.
Köln-Deutz: Stadt gibt Straßensperrungen bekannt
Am Mittwochabend war im Fluss auf Höhe des Rheinparks in Deutz ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Es handelte sich um eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder. Die Bombe wurde im Zusammenhang mit dem niedrigen Pegelstand des Rheins entdeckt, offenbar von einem Bürger.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln waren sofort vor Ort. Nach EXPRESS.de-Informationen lag der Blindgänger rund 50 Zentimeter unter Wasser.
Laut der Stadt Köln waren durch das Niedrigwasser in den vergangenen Tagen weitere Kampfmittel entdeckt worden, bei denen eine Entschärfung aber nicht nötig war.
Folgende Straßen wurden für den Fuß-, Rad- und motorisierten Verkehr gesperrt:
Rechtsrheinisch:
- Alle Zugänge Rheinpark
- Auenweg/Ecke Rheinparkweg
- Rheinparkweg
- Charles-de-Gaulle-Platz
- Kennedyufer/Ecke Norbert-Burger-Platz
- Rheinboulevard Richtung Rheinpark
- Hohenzollernbrücke Nordseite für Fuß- und Radverkehr
Linksrheinisch:
- Konrad-Adenauer-Ufer Ecke Goldgasse bis Theodor-Heuss-Ring
- Servasgasse/Am Alten Ufer
- Makabäerstraße/Am Alten Ufer
- Kunibertsgasse/Konrad-Adenauer-Ufer
- Kunibertsklostergasse ab Hsnr. 3
- Dagobertstraße ab Hausnummer 43
- Thürmchenswall ab Hausnummer 77
- Theodor-Heuss-Ring ab Hausnummer 60
- Sedanstraße/An der Münze
Die Sperrungen wurden nach der Entschärfung nach und nach wieder aufgehoben, zunächst linksrheinisch.
Auch RTL betroffen – Seilbahn außer Betrieb
Von den Evakuierungsmaßnahmen waren insgesamt rund 360 Personen betroffen, die meisten sind Bewohner und Bewohnerinnen des Vincenz-Hauses am Konrad-Adenauer-Ufer. Sie konnten aber innerhalb des Gebäudekomplexes in Sicherheit gebracht werden, was drei Stunden in Anspruch nahm. Krankentransporte seien bislang nicht angemeldet worden, so die Stadt.
Laut der Grafik mit dem Evakuierungsradius, die von der Stadt herausgegeben wurde, liegt auch der Sender RTL komplett in dem Bereich. Die Mitarbeitenden von RTL und ntv mussten aus dem Sendezentrum raus – mit Folgen für das Programm. So wurde RTL Aktuell um 18.45 Uhr nicht aus Köln, sondern aus dem Hauptstadtstudio in Berlin gesendet.
Der Nachrichtensender ntv (gehört zu RTL) bezog laut Planung ab 15 Uhr ein mobiles Studio vor dem Kölner Hyatt-Hotel, das direkt außerhalb des Evakuierungsbereichs liegt.
Auch die Kölner Seilbahn stellte wegen der Bombenentschärfung selbstständig ihren Betrieb ein, das wurde auf der Internetseite bekannt gegeben. Ebenso blieben der Beachclub „km 689“ sowie der Biergarten Rheinterrassen geschlossen.
Für Betroffene wurde eine Anlaufstelle in der Cafeteria beziehungsweise im Besucherbereich des Marienhospitals (Kunibertskloster 11 bis 13, Köln-Innenstadt) eingerichtet. (mt/iri)
Wart ihr von der Evakuierung betroffen? Meldet euch bei uns! Fotos, Videos und Infos jetzt hier schnell und einfach hochladen.
Hau raus!
Werde Leserreporter/in
Du hast Fragen zu unserem Leserreporter-Programm?
Hier geht's zu den F.A.Q.
