Aktuell laufen Vorbereitungen für die Entschärfung eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg. Im Bereich des Fundortes feierten am Wochenende viele Menschen das Feuerwerk Kölner Lichter.
Kölner LichterTausende Menschen standen da, wo jetzt Bombe gefunden wurde

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Zuschauer stehen bei den Kölner Lichtern am Rhein: In dem Bereich wurde am Donnerstag (6. August) ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
Wo am Samstag (1. August) noch Tausende bei den Kölner Lichtern feierten, herrscht jetzt Ausnahmezustand: Im Rhein bei Deutz liegt eine Fünf-Zentner-Bombe.
Am Donnerstag wurde im Fluss auf Höhe des Rheinparks in Deutz ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt – ausgerechnet an der Stelle, an der sich am Wochenende bei den Kölner Lichtern viele Zuschauer drängten.
Blindgänger am Rhein muss noch am Donnerstag entschärft werden
Es handelt sich um eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder. Entdeckt wurde sie offenbar von einem Bürger, im Zusammenhang mit dem niedrigen Pegelstand des Rheins.
Noch am Donnerstag muss das Kampfmittel entschärft werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind bereits vor Ort.
Innerhalb eines 400-Meter-Radius wird gesperrt. Nach EXPRESS.de-Informationen liegt die Bombe rund 50 Zentimeter unter Wasser – das könnte die Entschärfung verzögern, offenbar muss erst ein passender Radlader organisiert werden.
Rund 360 Menschen sind von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen, die meisten davon Bewohnerinnen und Bewohner des Vincenz-Hauses am Konrad-Adenauer-Ufer. Sie werden innerhalb des Gebäudekomplexes in Sicherheit gebracht – das dauert rund drei Stunden. Krankentransporte sind laut Stadt bislang nicht angemeldet worden.
Auch RTL und ntv liegen komplett im Evakuierungsbereich: Die Sender müssen ihr Sendezentrum räumen. RTL Aktuell wird deshalb um 18.45 Uhr aus dem Hauptstadtstudio in Berlin gesendet, ntv bezieht ab 15 Uhr ein mobiles Studio vor dem Kölner Hyatt-Hotel. Die Kölner Seilbahn hat ihren Betrieb eigenständig eingestellt, auch der Beachclub „km 689“ und der Biergarten Rheinterrassen bleiben zu.
Rechts- und linksrheinisch sind zahlreiche Straßen gesperrt, unter anderem Teile des Rheinboulevards, das Kennedyufer und die Hohenzollernbrücke für Fuß- und Radverkehr. Die Stadt bittet Autofahrer dringend, das Evakuierungsgebiet weiträumig zu umfahren. Fußgänger und Radfahrer sollen den Rheinpark meiden.
