Die Staatsanwaltschaft hat zwei Bonner Kommissare angeklagt. Die Vorwürfe sind heftig.
Bonner Kommissare angeklagtVerkauften Polizisten Daten an Kölner Drogenbande?

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Ein Bonner Beamter soll Infos aus dem Polizeiinformationssystem verkauft haben. (Symbolfoto)
Haben zwei Polizeibeamte vertrauliche Informationen an Mitglieder einer Kölner Drogenbande weitergegeben? Dieser heftige Vorwurf steht jetzt im Raum.
Die Staatsanwaltschaft hat die beiden Bonner Beamten sowie drei weitere mutmaßliche Kriminelle beim Kölner Landgericht angeklagt. Das erfuhr der „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus Justizkreisen.
Männer in Kölner Drogenkrieg verwickelt
Ein 25-jähriger Polizeikommissar aus Bonn soll in zehn Fällen illegal die Polizei-Info-Systeme angezapft haben, um in den Jahren 2023 und 2024 gleich mehrfach zwei mutmaßliche Männer mit Daten zu versorgen, die in den Kölner Drogenkrieg verwickelt waren. Die Staatsanwaltschaft hat den Beamten wegen des Verdachts der Bestechung, der Strafvereitelung im Amt und des Verrats von Dienstgeheimnissen angeklagt.
Für seine Dienste soll der Kommissar zwischen 35 bis 80 Euro erhalten haben. Der elfte Anklagepunkt richtet sich auch gegen einen befreundeten Kollegen aus Bonn. Die beiden Beamten sollen für einen Bekannten eine Verlustanzeige über ein Portemonnaie mit Ausweisen gefälscht haben, damit dieser schneller einen Ersatzführerschein beantragen konnte.
Die drei weiteren Angeklagten müssen sich wegen Bestechung beziehungsweise der Anstiftung zum Verrat von Dienstgeheimnissen verantworten. (red)
