Kölner Fans halfen weiter Emotionale Zeitreise: A-ha-Sänger Morten Harket mit einigen Textpatzern

Die Gruppe a-ha spielt ein Konzert in der Lanxess-Arena.

Sänger Morten Harket beim a-ha-Konzert am 15. Mai 2022 in der Kölner Lanxess-Arena.

A-ha feierten ihr Album „Hunting high and low“ vor 10.000 Fans in der Kölner Lanxess-Arena. Sänger Morten Harket offenbarte dabei einige Patzer, die Fans waren trotzdem happy.

A-ha, das stand für die meisten Menschen in den vergangenen zwei Corona-Jahren für Abstand, Hygiene und Alltagsmaske. Doch jetzt, wo auch das Kulturleben endlich wieder zur Normalität zurückkehrt, verbirgt sich hinter den drei Buchstaben natürlich wieder die Kult-Band aus den 80er Jahren.

Vor 40 Jahren wurde die norwegische Pop-Gruppe gegründet, zwischendurch auch mal aufgelöst. Doch man hat sich wieder zusammengerauft, im Herbst kommt sogar ein neues Album samt begleitendem Film auf den Markt.

Am Sonntagabend (15. Mai 2022) stand in der Kölner Lanxess-Arena aber vor allem noch einmal eine emotionale Zeitreise an. Im Mai 1985 veröffentlichten a-ha ihr Album „Hunting high and low“, was anfangs als „Bubblegum-Pop“ verrissen wurde. Doch mit den Mega-Hits „Take on me“ oder „The sun always shines on T.V.“ wurde es gleich zum Meilenstein. Zum 35. Geburtstag wollten a-ha dieses Album mit einer Tour feiern, doch die Pandemie verschob den Plan mächtig.

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A-ha-Sänger Morten Harket mit einigen Patzern

Im ersten Teil des Konzerts präsentierte das Trio samt der drei Begleitmusiker erst einmal ein paar Hits („I’ve been losing you“, „Crying in the rain“) und ein paar neue Töne, wie die noch unveröffentlichten „Forest for the trees“ und „You have what it takes“. Frontmann Morten Harket wirkte anfangs reichlich teilnahmslos, spulte die Titel ab, als befände er sich noch beim Soundcheck.

Die Gruppe a-ha spielt ein Konzert in der Lanxess-Arena.

A-ha spielten ihr Konzert in Köln am 15. Mai 2022 vor einer fast 100 Quadratmeter großen Videoleinwand.

Doch nach und nach taute der 62-Jährige auf, wagte sogar ein paar Dankesworte an die treuen Fans, die lange auf dieses Konzert hatten warten müssen. Doch das frühere Teenie-Idol haderte einmal mehr mit Sound und Technik, fummelte pausenlos am Mini-Monitor-Knopf in seinem Ohr herum und gestikulierte unentwegt Richtung Sound-Mischer.

A-ha spielten zwei noch nicht veröffentlichte Songs in Köln

Diese Unzufriedenheit mit dem Klang brachte Harket sogar so aus dem Konzept, dass er „Scoundrel days“ und „The Living Daylights“ textlich in den Sand setzte. Mal setzte er falsch ein, mal vergaß er eine Textzeile, mal ließ er einfach die 10.000 Fans in der Arena singen.

Ob es an der langen Corona-Pause lag, dass sich beim so erfahrenen Frontmann so viele Fehler einschlichen? Auch das Ordner-Aufgebot in der Arena wirkte nach der Pandemie noch leicht überfordert. Immer wieder huschten diese durch die Innenraum-Reihen und verbreiteten so überflüssige Unruhe.

In der zweiten Hälfte wurden dann alle zehn Titel des Albums, lediglich in veränderter Reihenfolge und mit etwas moderneren Arrangements gespielt. Untermalt von beeindruckenden Videos auf der gigantisch großen Videoleinwand präsentierten Keyboarder Magne Furuholmen (59), Gitarrist Pål Waaktaar-Savoy (60) und Harket noch einmal die Songs ihres Durchbruchs.

Den Besucherinnen und Besuchern waren die gesanglichen Defizite und das etwas merkwürdige Konzept mit 20-minütiger Pause mitten im Konzert egal. Die Fans im eigentlich mit Stühlen ausgestatteten Innenraum standen von der ersten Sekunde, tanzten vor ihren Sitzen, feierten ihre Lieblinge und schwelgten in Erinnerung.

Auch wenn die Band am Ende gerade mal gut anderthalb Stunden auf der Bühne stand: Vielen war die Freude, dass nach der Corona-Phase überhaupt wieder solche a-ha-Erlebnisse möglich sind, deutlich anzusehen.

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