Hochhaus-Komplex am KölnbergBrief sorgt für Unruhe: Hier ist jetzt Bohren tabu

Der Kölnberg in Meschenich: Den Hochhaus-Komplex „An der Fuhr 4 und 5“ kennt jeder – jetzt gibt es dort Asbest-Alarm (Archivfoto).

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Der Kölnberg in Meschenich: Den Hochhaus-Komplex „An der Fuhr 4 und 5“ kennt jeder – jetzt gibt es dort Asbest-Alarm (Archivfoto).

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Erst Brandschutzarbeiten, dann der Schreck: In Meschenich wurden asbesthaltige Materialien entdeckt. Was das für die Bewohner am Kölnberg jetzt bedeutet.

Ein Brief, der bei vielen Bewohnern Angst und Unsicherheit auslöst: In dem markanten Hochhaus-Komplex am Kölnberg in Köln-Meschenich ist Asbest gefunden worden.

Die Hausverwaltung Grand City Property (GCP) hat ihre Mieter jetzt schriftlich informiert – und bittet eindringlich darum, in den eigenen vier Wänden nicht ohne vorherige Rücksprache zu bohren, zu schleifen oder zu stemmen. Betroffen ist der Komplex „An der Fuhr 4 und 5“.

Kölnberg: Asbest in Hochhaus-Komplex gefunden

In dem Schreiben, das EXPRESS.de vorliegt, heißt es: Im Zuge laufender Brandschutzarbeiten seien in einzelnen Bauteilen des Gebäudes asbesthaltige Materialien festgestellt worden. Da das Hochhaus 1970 errichtet wurde – also vor dem Asbestverbot – könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch weitere Bauteile betroffen sind. Fachfirmen und Sachverständige untersuchen die Bereiche derzeit.

GCP betont in dem Brief zugleich: Solange die Materialien unbeschädigt bleiben und nicht bearbeitet werden, gehe von ihnen „grundsätzlich keine Gefahr“ aus. Die Wohnungen könnten weiter uneingeschränkt genutzt werden. Für Bewohner bestehe „derzeit kein Handlungsbedarf“.

Gefährlich werde es erst, wenn die Bauteile beschädigt oder bearbeitet würden – etwa durch Bau-, Bohr-, Schleif- oder Stemmarbeiten.

Ein GCP-Sprecher erklärt auf EXPRESS.de-Nachfrage: „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mieter haben für uns höchste Priorität. Nach Bekanntwerden des Sachverhalts haben wir alle unsere Mieter informiert. Nach derzeitigem Kenntnisstand und auf Grundlage der vorliegenden Untersuchungsergebnisse ist bei unverändertem Zustand der betroffenen Bauteile nicht von einer gesundheitlichen Gefährdung auszugehen.“

„Über weitere Entwicklungen werden wir unsere Mieter informieren“

Weitere Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum würden im Rahmen der Wohnungseigentümergemeinschaft koordiniert, GCP begleite den Prozess.

„Über weitere Entwicklungen werden wir unsere Mieter informieren“, so der Sprecher weiter. Die veranlassten Arbeiten sowie die Einbindung zuständiger Behörden erfolgten „unter Einhaltung der geltenden gesetzlichen Vorgaben und in Abstimmung innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft“ – dazu zählten die Absicherung betroffener Bereiche, der Einsatz qualifizierter Fachunternehmen sowie sämtliche Schutzmaßnahmen.

Für das Entfernen von Asbest gelten besonders strenge Vorsichtsmaßnahmen. Atemschutzgeräte und Schutzanzüge sind Pflicht.

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Für das Entfernen von Asbest gelten besonders strenge Vorsichtsmaßnahmen. Atemschutzgeräte und Schutzanzüge sind Pflicht.

Damit alle Bewohner über die Schutzmaßnahmen im Bilde sind, hat GCP zudem um eine Rückmeldung gebeten.

Was für viele Bewohner bleibt, ist die Ungewissheit: Wie viele Wohnungen genau betroffen sind und wann mit einer Sanierung zu rechnen ist, geht aus dem Schreiben nicht hervor.

Wie gefährlich ist Asbest?

Asbest ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das wegen seiner Hitze- und Feuerbeständigkeit sowie Festigkeit früher häufig in Baumaterialien verarbeitet wurde – etwa in Asbestzementplatten, Dämmmaterialien, Rohren und Bodenbelägen.

Gefährlich wird es, wenn Fasern eingeatmet werden: Schon eine einzige Asbestfaser kann in Lungengewebe oder Rippenfell gelangen und dort langfristig zu Asbestose, Lungenkrebs oder Rippenfellkrebs führen.

Das Risiko steigt vor allem dann, wenn asbesthaltige Materialien beschädigt, geschnitten oder unsachgemäß bearbeitet werden.

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