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Frühlingsgefühle? Fehlanzeige!April ist Deutschlands lustlosester Monat

Frau sitzt deprimiert bei einem Glas Wein in einem Café.

Copyright: Louisa Noack / Canva AI

Zwischen Sonne, Gesprächen und einem Glas Wein bleibt manchmal nur Leere. Der April ist der Monat der Lustlosigkeit.

Aktualisiert:

Hier wird’s heiß: Alle reden von Frühling, Verliebtheit und neuem Kribbeln! Doch eine aktuelle Datenanalyse wirft eiskaltes Wasser auf diese romantische Vorstellung. Ausgerechnet der April, sonst Inbegriff von Aufbruch und Hormonen, ist laut Zahlen der unerotischste Monat des Jahres.

April im Keller, Dezember an der Spitze

Während draußen die ersten Sonnenstrahlen kitzeln, passiert online erstaunlich wenig: Die Plattform Erotik.com hat rund 7.300 Datenpunkte ausgewertet – tägliche Nutzungszahlen aus dem Jahr 2025, kombiniert mit Wetterdaten aus den 20 größten deutschen Städten.

Das Ergebnis: Der Dezember ist der klare Gewinner. Wenn es draußen kalt, dunkel und ungemütlich wird, steigt die Aktivität im Netz deutlich an. Der April dagegen wirkt wie ein leer gefegter Tanzsaal – wenig Bewegung, wenig Lust, wenig Klicks.

Je kälter, desto heißer

Besonders auffällig: Das Wetter wirkt wie ein heimlicher Regisseur unserer Lust. Sinken die Temperaturen unter 0 Grad, schnellen die Aktivitätswerte nach oben. Steigt das Thermometer über 25 Grad, fällt die Kurve deutlich ab.

Die Erklärung liegt fast auf der Hand: Kälte zieht uns nach drinnen – Nähe, Rückzug, vielleicht auch Langeweile schaffen Raum für Erotik. Hitze dagegen? Die verlagert das Leben nach draußen. Biergarten schlägt Bett.

Schnee macht sexy, Sonne bremst

Eine der überraschendsten Erkenntnisse: Schnee wirkt wie ein verstecktes Aphrodisiakum. Verschneite Tage zeigen deutlich höhere Aktivitätsraten als sonnige Frühlingstage. Die Sonne dagegen scheint eher ein Lust-Killer zu sein. Wenn alles draußen passiert, verliert das Digitale an Reiz. Erotik wird dann weniger geklickt und vielleicht mehr gelebt.

Sonntag ist Lust-Tag, Dienstag ist Flaute

Auch der Wochentag entscheidet mit: Sonntag ist unangefochten die Nummer eins. Die Nutzung liegt 53 Prozent über dem Durchschnitt der Werktage. Ein Tag ohne Termine, ohne Druck – dafür mit Zeit, Kopfkino und Couch. Dienstag dagegen ist der absolute Tiefpunkt. Alltag, To-do-Listen und Müdigkeit lassen kaum Raum für Fantasie.


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Therapeutische Einschätzung: Lust folgt dem Leben

Was wir hier sehen, ist kein Widerspruch zu den berühmten Frühlingsgefühlen, sondern ein Perspektivwechsel. Im Winter sind wir stärker auf uns selbst zurückgeworfen. Weniger soziale Reize, weniger Ablenkung, mehr Innenwelt. Das kann dazu führen, dass Fantasien intensiver werden und Sexualität stärker im Privaten stattfindet.

Im Frühling passiert das Gegenteil: Das Leben explodiert nach außen. Menschen gehen raus, flirten real, begegnen sich. Die Lust verschwindet also nicht; sie verändert nur ihre Bühne.

Oder anders gesagt: Im Winter wird geklickt. Im Frühling wird gelebt.

Du erkennst dich wieder? Hast Fragen oder brauchst eine Beratung? Louisa Noack ist Paar- und Sexualtherapeutin, Journalistin und Moderatorin aus Köln. In ihrer Arbeit geht es genau um diese Fragen: Warum wir fühlen, wie wir fühlen – und warum Liebe manchmal komplizierter ist, als sie sein sollte.

Du brauchst Unterstützung, hast Fragen zu deiner Beziehung oder steckst gerade fest? Dann gilt: Komm, wir reden. Mehr Infos und Kontaktmöglichkeiten findest du unter: www.kommwirreden.de

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Echte Begegnungen sind entscheidend

Der April ist vielleicht nicht der Monat der digitalen Lust – aber sehr wahrscheinlich der der echten Begegnungen. Und während der Winter uns nach innen zieht, bringt der Frühling uns zurück ins Spiel. Nur eben nicht unbedingt vor dem Bildschirm.

Facts auf einen Blick:

7.300 Datenpunkte ausgewertet (Nutzungsdaten 2025 und Wetterdaten) auf Erotik.com

Dezember = aktivster Monat, April = niedrigster Wert

Unter null Grad Celsius: höchste Aktivität

Über 25 Grad Celsius: deutlicher Rückgang

Schnee steigert die Nutzung, Sonne senkt sie

Sonntag: plus 53 Prozent Aktivität

Dienstag: schwächster Tag

Der unsichtbare Beziehungskiller

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