Express · Community

Kommentare · 0

Zum Inhalt springen

+++ EILMELDUNG +++ Kein Debüt in der Startelf Klopp-Aufstellung ohne El Mala

+++ EILMELDUNG +++ Kein Debüt in der Startelf Klopp-Aufstellung ohne El Mala

„Ich wäre tot gewesen“Brutale Attacke auf Wachmann in Köln

Wachmann Sacha Sturm liegt nach einem Angriff in Köln-Porz im Krankenhaus. Inzwischen konnte der 51-Jährige die Klinik wieder verlassen.

Copyright: privat

Wachmann Sacha Sturm liegt kurz nach einem Angriff in Köln-Porz im Krankenhaus. Inzwischen konnte der 51-Jährige die Klinik wieder verlassen.

Aktualisiert:

Ein Eindringling schlägt und tritt auf ihn ein – Sascha Sturm (51) überlebt nur knapp. Jetzt braucht der Sicherheitsmann Hilfe.

Nasenbeinbruch, schwere Gehirnerschütterung, Albträume, die ihn nachts wachhalten: Sascha Sturm, Familienvater aus Frechen bei Köln, hat einen brutalen Angriff nur knapp überlebt. Jetzt kämpft der Sicherheitsmitarbeiter, der seit 17 Jahren in der Branche arbeitet, mit den Folgen.

Wie dramatisch der Vorfall war, beschreibt der 51-Jährige im Gespräch mit EXPRESS.de. „Ich glaube, ich wäre tot gewesen“, erzählt Sturm. Dabei kommen ihm immer wieder die Tränen.

Sicherheitsmann in Köln-Porz attackiert

Es ist Sonntag, der 6. September 2026: Sturm bewacht ein Gelände in Köln-Porz. Gegen 4.30 Uhr beobachtet er einen Mann, der einen Absperrzaun überwindet.

Der Mann habe behauptet, er suche eine Toilette – doch Sturm traut der Sache nicht, der Fremde wirkt, als stehe er unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. „Verlasse das Gelände, sonst rufe ich die Polizei“, will Sturm den Mann gewarnt haben. Dann soll alles blitzschnell gegangen sein. „Die Person wurde sofort aggressiv, schlug brutal zu“, schildert Sturm die Situation.

Der Angreifer soll weiter auf den am Boden liegenden Sicherheitsmann eingetreten haben. Dabei soll er ihm sogar das Diensthandy aus der Hand gerissen und gegen die Wand geschleudert haben.

Trotzdem sei es Sturm vorher noch gelungen, einen Notruf abzusetzen. Seine Rettung. Mehrere Polizisten können den Angreifer vor Ort fassen.

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 28-Jährigen, bestätigt eine Polizeisprecherin auf EXPRESS.de-Nachfrage. Der Mann soll mit Tritten und Faustschlägen den Wachmann angegriffen haben, so die Sprecherin. Ob der Mann unter Drogeneinfluss stand, könne nicht ausgeschlossen werden.

Mit großen Schmerzen und blutüberströmt wird Sturm ins Krankenhaus gebracht. Drei Wochen sei er inzwischen krankgeschrieben, der Bluterguss und der Nasenbeinbruch würden nur langsam heilen.

Schlimmer als die körperlichen Blessuren wiegt für ihn das Seelische. „Ich habe die Bilder immer noch vor Augen“, erzählt er. „Ich wache morgens um vier auf, kann nicht mehr einschlafen. Ich habe bereits eine Liste für Psychotherapie-Plätze angefragt.“

Spendenaktion ins Leben gerufen

Für Sturm und seine Familie hat der Angriff auch existenzielle Folgen. Er sei nach eigenen Angaben der Hauptverdiener der Familie. Seine Frau Claudia mache gerade eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten und verdiene nur ein Azubi-Gehalt. Eines der drei Kinder sitze im Rollstuhl.

Die Familie hat deshalb eine Spendenaktion auf der Plattform GoFundMe gestartet, Spendenziel: 6500 Euro.

Ob er nach diesem Erlebnis im Sicherheitsgewerbe bleibt, weiß Sturm noch nicht: „Ist es das wirklich wert, noch als Sicherheitsmitarbeiter zu arbeiten?“, fragt er sich. Die erlebte Brutalität hat sein Leben verändert.