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Winzling sorgt für Riesen-AlarmAsiatische Tigermücke erobert Köln

Eine tote Asiatische Tigermücke.

Copyright: Ennio Leanza/Keystone/dpa

Die Asiatische Tigermücke breitet sich weiter aus. 

Die Tigermücke breitet sich in Köln aus. Die Stadt bittet jetzt alle Bürgerinnen und Bürger um Hilfe.

Sie ist klein, schwarz-weiß und extrem nervig. Die Tigermücke ist in Köln auf dem Vormarsch. In mittlerweile sieben Kölner Veedeln wurde die Asiatische Tigermücke offiziell gesichtet, wie die Stadtverwaltung bestätigt.

Wo genau die kleinen Plagegeister umherschwirren, wurde vorerst nicht bekannt. Als Ursache für die Invasion nennt die Stadt das aktuelle Wetter: Viel Regen und warme Temperaturen schaffen ein wahres Paradies für die Mückenbrut.

Gefahr durch Dengue & Co.? Das sagen die Experten

Man erkennt den kleinen Quälgeist sofort an seinem markanten schwarz-weißen Zebramuster. Doch was ihn wirklich fies macht, ist seine Dreistigkeit: Im Gegensatz zu unseren heimischen Stechmücken jagt die Tigermücke auch am helllichten Tag. Das macht den Aufenthalt im Garten oder Park zur Geduldsprobe und die Mücke zu einem echten Ärgernis.

Der Mini-Vampir gilt als Überträger von  Krankheitserregern wie Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Virus. In der Praxis treten diese Krankheiten hierzulande aber fast ausschließlich bei Urlaubern auf, die sie aus tropischen Gebieten mitbringen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt daher Entwarnung für Deutschland: Bisher ist kein Fall bekannt, bei dem eine Tigermücke hier jemanden angesteckt hat.

Zwischen April und Oktober legt die Mücke ihre Eier am liebsten in kleinsten Wasserpfützen ab. Achtung, hier lauert die Gefahr: Untersetzer von Blumentöpfen, Vogeltränken, Gießkannen, Eimer, offene Regenfässer, verstopfte Dachrinnen oder sogar achtlos weggeworfener Müll und Kinderspielzeug werden zu perfekten Tigermücken-Kinderstuben. Die Weibchen heften ihre Eier an die Ränder der Behälter. Diese Eier sind echte Überlebenskünstler. Sie trotzen nicht nur Dürre, sondern auch Kälte bis zu minus zehn Grad Celsius. Eine Überwinterung mitten in Köln ist für sie also ein Klacks.

Jeder kann helfen: Das ist jetzt zu tun

Das städtische Gesundheitsamt gibt Tipps, um den Mücken den Garaus zu machen:

  1. Schütten Sie stehendes Wasser aus allen Behältern konsequent weg.
  2. Decken Sie Regentonnen sorgfältig ab.
  3. Halten Sie Dachrinnen frei und erneuern Sie das Wasser in Tiertränken mindestens wöchentlich.

Damit die Stadt schnell ein Bild von der Lage bekommt, ist jeder einzelne Fund wichtig. Wenn Sie eine Tigermücke entdecken: Machen Sie ein Foto, notieren Sie den Ort und schicken Sie alles per Mail an tigermuecke@stadt-koeln.de. Wer es ganz genau wissen will, kann ein gefangenes Exemplar auch an den Mückenatlas schicken. Dort sitzen die Experten, die das Tier eindeutig identifizieren. (red)