Die Kölner Polizei ist in der Nacht zum Sonntag nach Ehrenfeld gerufen worden. Es hatte einen lauten Knall gegeben.
Staatsschutz ermitteltExplosion um 2.42 Uhr: Einsatz in Kölner Szeneviertel

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Polizisten und ein Zeuge, der den Knall gehört hatte, stehen am detonierten Stromkasten.

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Um 2.42 Uhr in der Nacht zu Sonntag im Ausgehviertel Ehrenfeld: Plötzlich ein sehr lauter Knall. An der Ecke Vogelsanger Straße/Heliosstraße steigt am Bürgersteig Rauch auf. Security-Mitarbeiter eines benachbarten Clubs eilen herbei. Sie rufen die Polizei. Die trifft nach wenigen Minuten ein.
Klar ist: An einem Stromkasten am Gehweg hat es eine Detonation gegeben. Die Abdeckung des Kastens liegt auf dem Boden. Unangenehmer Geruch liegt in der Luft. Die Frage, die sich stellt: War die Explosion Folge eines technischen Defekts? Oder wurde sie mutwillig herbeigeführt?
Polizei befragt Flaschensammler, ob er jemanden gesehen hat
Ein Flaschensammler, der in der Gegend häufig unterwegs ist, sagt zu den Polizeibeamten, dass er erst vor wenigen Minuten an dieser Ecke gewesen sei. Eine Polizistin fragt, ob er jemanden hat davonlaufen sehen. Der Mann verneint.
Der Stromkasten befindet sich unmittelbar am „Stayery“, einem Unternehmen, das Designer-Apartments als Unterkünfte unter anderem für Städtereisende anbietet. Die Polizei nimmt noch in Augenschein, ob die vor dem Gebäude parkenden Autos Schaden genommen haben. Die Beamten versuchen, den Halter des nur einen Meter vom Stromkasten entfernt stehenden weißen Audis zu ermitteln, um ihn gegebenenfalls über den Vorfall zu informieren.
Verletzt worden ist niemand, was ein Glück ist, weil am Wochenende auch spätnachts noch Menschen in dieser Gegend unterwegs sind. Hätte sich jemand bei der Detonation am Stromkasten befunden, hätte er ernsthaften Schaden davontragen können, auf jeden Fall aber einen Riesen-Schreck bekommen.
„Gut, dass die Polizei schnell da war und den Bereich gesichert hat“, sagt einer. „Hätte sich jemand bei der Detonation in direkter Umgebung befunden, hätte auch die Gefahr eines Stromschlages bestanden“, sagt ein anderer, der sich mit Strom auszukennen scheint.

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Kurz nach der Detonation. Die Abdeckung des Verteilerkastens liegt auf dem Gehweg. Rauch ist noch zu erkennen.
Am Sonntagmorgen ist eine Gruppe von Arbeitern einer Tiefbaufirma angerückt, um den zerstörten Stromkasten (Rhein-Netz AG) zu demontieren und einen neuen aufzustellen.
Am Sonntagmittag teilt ein Sprecher der Kölner Polizei gegenüber EXPRESS.de mit, dass es sich um eine bewusst herbeigeführte Sprengung gehandelt habe. Der Staatsschutz habe Ermittlungen aufgenommen.
