Köln bekommt ein neues Musical: Unter dem Arbeitstitel „Viva Colonia“ entsteht eine Bühnenproduktion, die die beliebtesten kölschen Songs aus mehr als einem Jahrhundert in einer neuen Geschichte vereint.
Bühnen-Hit in Planung„Viva Colonia“: Neues Köln-Musical als Liebeserklärung an die Stadt

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Sie sind die Macher hinter dem neuen Köln-Musical „Viva Colonia“: Frank Blase, Henning Krautmacher und Marc Schneider (v.l.).
Für Henning Krautmacher (69) geht ein Wunschtraum in Erfüllung. Köln bekommt ein neues Musical. Unter dem Arbeitstitel „Es lebe Köln – Viva Colonia“ entsteht eine große, neue Bühnenproduktion.
Der langjährige Frontmann der Höhner stand 2024 erstmals im Erfolgsmusical „Himmel und Kölle“ auf der Musicalbühne. In Gesprächen mit dem Produzenten-Duo Frank Blase und Marc Schneider skizzierte Krautmacher die Vision eines besonderen Köln-Musicals.
Köln-Musical von O bis A: von Ostermann bis AnnenMayKantereit
„Köln hat einen musikalischen Schatz, um den uns viele Städte beneiden. Diese Lieder begleiten Menschen teilweise seit Generationen. Die Idee, daraus eine neue Geschichte für die Bühne entstehen zu lassen, hat mich von Anfang an begeistert“, sagt der Sänger zu EXPRESS.de.
„Diese Musik erzählt die Geschichte dieser Stadt und der Menschen, die hier leben. Mit den Liedern kann man das Herzblut der Stadt erklären.“ Aus der Idee wurde schnell eine größere Vision: Die beliebtesten kölschen Songs aus mehr als einem Jahrhundert – „Heimweh nach Köln“, „Do kanns zaubere“ bis zu „Tommi“ – werden in einer neuen Geschichte vereint.
Der rote Faden verläuft dabei von O bis A: von Ostermann bis AnnenMayKantereit. Was wäre, wenn Willi Ostermann auf BAP träfe, die Bläck Fööss auf Brings, die Höhner auf Trude Herr? Genau diese Idee treibt das Projekt an: ein Hit-Musical, in dem Evergreens und große Songs der bekanntesten Kölner Musikschaffenden ihren Platz finden – eingebettet in eine Geschichte, die nur in Köln spielen kann.

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Auch die BAP-Hits von Wolfgang Niedecken sollen Teil des neuen Köln-Musicals werden.
„Wir möchten nicht einfach einen Hit nach dem anderen auf die Bühne bringen. Unser Anspruch ist eine Geschichte, in der die Songs ihren ganz natürlichen Platz finden und gemeinsam etwas Neues entstehen lassen. Ein Musical, bei dem man nach wenigen Takten denkt: Das kann eigentlich nur in Köln spielen“, sagen Frank Blase und Marc Schneider von Apiro-Entertainment.
Die Produktionsfirma verfügt mit den rechtsrheinischen Kulturorten Depot 1 und 2 auf dem Carlswerk-Gelände in Köln-Mülheim über eine eigene Bühne – die Realisierung im Hintergrund geht in großen Schritten voran. 2027 könnte das Stück auf die Bühne kommen.

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Das Depot in Köln-Mülheim, wo zuletzt das Schauspiel untergebracht war, soll zur Bühne für das Köln-Musical werden.
„Wir können aus dem Vollen schöpfen“, sagt Krautmacher. „150 Jahre Köln anhand von Nummer-eins-Hits zu erzählen, die zum Allgemeingut der Stadt geworden sind, wird bestimmt zum Publikumsmagneten. Das Stück dürfte auch außerhalb der Stadtgrenzen funktionieren.“
Dass das Projekt ausgerechnet jetzt konkrete Formen annimmt, ist symbolträchtig: Willi Ostermann wurde am 1. Oktober 1876 geboren und würde in diesem Jahr 150 Jahre alt. Der Mann, dessen Lieder Kölns musikalisches Selbstverständnis entscheidend mitgeprägt haben, steht sinnbildlich am Anfang einer Reise durch rund eineinhalb Jahrhunderte kölscher Musik – bis zum Sound einer neuen Kölner Generation.
