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Digitalmesse in KölnWüst mit klarer Botschaft zu Sachsen-Anhalt

Hendrik Wüst spricht bei der  Digitalmesse Digital X der Deutschen Telekom.

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NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst sprach am Dienstag (8. September 2026) bei der Digital X in Köln.

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Zum Auftakt der Digitalmesse Digital X in Köln hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst direkt über die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt gesprochen. Die AfD werde sich jetzt entzaubern, sagt er.

Die Fähre Rheinperle tuckerte über den Rhein, auf dem Riesenrad am Schokoladenmuseum leuchtete das T in Magenta. Das Gelände rund um das Sport- und Olympiamuseum war voller Schiffscontainer, in denen über 250 Partner ihre Stände aufgebaut hatten.

Die Digitalkonferenz Digital X war am Dienstag (8. September 2026) das Ziel von über 6000 Gästen. Die Veranstaltung war ausverkauft. Nach der Reise durch das Belgische Viertel und die Messehallen ist das Event nun im Rheinauhafen angekommen.

Digital X im Rheinauhafen mit über 6000 Gästen ausverkauft

„Der erste Eindruck ist perfekt. Das Gelände ist offen, kompakt. Und das Ambiente ist sinnbildlich für das unruhige Gewässer“, sagte Klaus Werner, Geschäftskunden-Chef der Telekom Deutschland. „Ich bin zufrieden, wenn am Ende alle sagen, dass sie was gelernt und mitgenommen haben.“

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester präsentierte zur Begrüßung Zahlen: „36.000 Menschen arbeiten hier in der IT- und Kommunikationsbranche. Sechs Milliarden Umsatz werden jährlich erzeugt. In den vergangenen Jahren ist die Branche über 38 Prozent gewachsen.“

Köln wolle kein Silicon Valley sein. „Wir sind wie ein guter Fußballverein, wie der FC, der auch eigene Talente wie Said El Mala aufzieht. Hier finden sich Talente aus Tausenden Studenten.“ Die Messe sei ein Schaufenster für Unternehmen. Der OB kündigte auch an, dass die Digitalisierung in der Verwaltung vorangehe. „Schnelligkeit ist ein Standortfaktor.“

Eigentlich sollte es den ganzen Tag vor allem um Themen wie Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Digitalisierung gehen. Aber natürlich stand alles unter dem Eindruck der Landtagswahlen in Sachsen‑Anhalt. Und schon der erste prominente Redner stieg direkt mit den Ereignissen ein. „Die Wahl hat die deutsche Politik ziemlich erschüttert, das klingt nach“, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.

Der CEO der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, spricht bei der  Digitalmesse Digital X der Deutschen Telekom.

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Auch der CEO der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, sprach bei der Digitalmesse Digital X.

„Wenn Extremisten erfolgreich sind, hat das damit zu tun, dass die Menschen nicht positiv auf die Zukunft schauen. Extremisten brauchen Angst, um erfolgreich zu sein, deshalb schüren sie diese. Das Mittel dagegen ist, an einer guten Zukunft zu arbeiten und zu zeigen, dass wir das Potenzial in Deutschland haben.“

Blick auf das Gelände der Digitalmesse Digital X in Köln.

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Die Digitalmesse Digital X findet in diesem Jahr erstmals im Rheinauhafen statt.

Daher müsse Schluss sein mit der Schwarzmalerei, forderte Wüst. „Wir dürfen die Menschen in Sachsen-Anhalt nicht aus den Augen verlieren. Die AfD wird sich jetzt entzaubern. Menschen mit Behinderung, queere Menschen oder Menschen jüdischen Glaubens machen sich nun große Sorgen dort. Bund und Länder werden auf allen Ebenen darüber wachen, dass die Menschen demokratische Teilhabe, Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit haben. In Sachsen-Anhalt gilt weiter das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und kein völkisches Parteiprogramm.“

Dass die Glückwünsche zum Wahlergebnis ausgerechnet aus Russland und Amerika gekommen seien, sei eine große Enttäuschung. Daher warnt der Ministerpräsident vor einseitiger Technologieabhängigkeit. „Wir sind zu abhängig. Deshalb müssen wir die Dinge in die eigenen Hände nehmen. Wenn wir technologisch alles auf eine Karte setzen, werden wir erpressbar. Europa muss souveräner werden.“

Seinen Vortrag schloss Wüst mit kämpferischen Worten: „Wir haben alles, um aus den Veränderungen dieser Zeit neue Chancen, Wohlstand und soziale Sicherung zu machen. Aus Angst ist noch nie was geworden. Kopf hoch Deutschland, bange machen gilt nicht.“

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