Der 1. FC Köln muss in den kommenden Tagen zwei Spieler-Probleme lösen. Bekommt man die Profis mit langfristigen Verträgen von der Gehaltsliste?
135.000 Euro jeden MonatWie löst der FC dieses Spieler-Problem?

Diese Kampfansage ist erst wenige Wochen alt: „Ich will in Köln auf jeden Fall noch einmal zeigen, was ich kann. Jeder, der mich kennt, weiß, wie ehrgeizig ich bin. Das Kapitel ist für mich noch nicht geschlossen. Natürlich muss man mit dem Verein schauen, wie man was macht. Ich will unbedingt spielen.“
Das sagte Jusuf Gazibegovic (26) Mitte Mai 2026 bei „Sky Austria“. Der Rechtsverteidiger war vom 1. FC Köln an Sturm Graz ausgeliehen. Ob er in Köln allerdings eine weitere Chance bekommt und eine Zukunft hat, ist mehr als fraglich.
Findet Köln Abnehmer für Rondic und Gazibegovic?
Das gilt auch für Stürmer Imad Rondic (27), der zuletzt an Preußen Münster ausgeliehen war. Beide Spieler, die aus Bosnien-Herzegowina stammen, haben langfristige Verträge beim FC. Rondic bis 2029, Gazibegovic bis 2028.
Monatlich soll Rondic 60.000 Euro kassieren, Gazibegovic mit 75.000 Euro sogar etwas mehr. Macht rund 135.000 Euro jeden Monat für Spieler, die beim FC zuletzt keine Rolle spielten. Wie geht der Klub jetzt mit diesem Problem um?
Nach Informationen von EXPRESS.de ist noch keine Entscheidung gefallen. Dem Vernehmen nach ist also noch alles möglich: Entweder werden die Spieler verkauft, oder verliehen, oder man behält sie sogar.
Am Mittwoch (24. Juni) berichtete Bild allerdings, dass man beiden Profis schon mitgeteilt haben soll, dass sie bei einer Rückkehr nicht am Trainingsbetrieb der Profis unter Trainer René Wagner (37) teilnehmen sollen. Sie müssten dann wohl in der U21 oder individuell trainieren. Wagner versammelt seine Spieler am 13. Juli 2026 zum Trainingsstart am Geißbockheim.
Rondic kam im Februar 2025 für 1,5 Millionen Euro Ablöse vom polnischen Erstligisten Widzew Lodz nach Köln, konnte sich aber nicht durchsetzen. In zehn Spielen für den FC erzielte er ein Tor. Er wurde zunächst an Rakow ausgeliehen, dann an Münster. In 14 Zweitligaspielen kam er bei den Preußen auf zwei Tore und zwei Vorlagen. Zuletzt gab es Gerüchte, dass einige Klubs Interesse an einer Verpflichtung hätten, doch konkret ist bisher nichts.
Gazibegovic war der erste Transfer nach der Fifa-Sperre. Er kam im Dezember 2024 aus Graz, wo er zuvor in der Champions League gespielt hatte. Die Ablöse betrug dank einer Ausstiegsklausel knapp zwei Millionen Euro. In Köln konnte er die in ihn gesetzten hohen Erwartungen nie erfüllen und er wurde zurück an Sturm Graz verliehen. Für Köln hat er nur 13 Spiele gemacht, elf davon in der 2. Liga.

