Entspannten Latin-Pop bot Alvaro Soler bei seinem Konzert im Kölner Palladium. Im Rahmen seiner „El Camino“-Tour bietet er einen Querschnitt durch seine bisherige Karriere.
Alvaro SolerPop-Star spricht bei Konzert über Köln: „Sagt es nicht den anderen Leuten“

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Alvaro Soler trat am Dienstagabend (21. April 2026) im Palladium auf. Der Sänger hat gerade erst seine „El Camino“-Tour gestartet.

Wenn er seine Lieder anstimmt, fühlen sich alle sofort wie an einem Strand oder in einem offenen Cabriolet. Alvaro Soler (35) erzeugt mit seinem entspannten Latin-Pop immer Sommergefühle – selbst in einer Industriehalle.
Am Dienstag (21. April 2026) stand für den Sänger mit der warmen, mediterranen Stimme die zweite Station seiner „El Camino“-Tour in Köln an. Bis in den September werden die Konzerte gehen. Sie bieten einen Querschnitt seiner gut zehnjährigen Karriere.
Alvaro Soler hat seine „El Camino“-Tour gestartet
„Die Tour hat viele Seiten und zeigt verschiedene Kapitel meines Lebens als Musiker. Nach nun vier Alben, die ich veröffentlicht habe, teilen wir die Konzerte in verschiedene Blöcke ein“, erklärte er. Zum Auftakt gab es direkt den Hit „El Mismo Sol“ und reichlich Konfetti.
Als das Minuten später immer noch durch die Luft schwebte, gab es direkt das erste von unzähligen Komplimenten. „Hier ist so viel Magie im Raum, dass das Konfetti weiterfliegt.“ Soler lebt in Barcelona, hat aber auch ein Herz für Köln. „Sagt es nicht den anderen Leuten, aber ich finde Köln schon so cool. Wir connecten immer so gut.“
Auf den Spuren des legendären Buena Vista Social Clubs wurde Alvaro Soler zusammen mit Nico Santos 2022 für eine TV-Dokumentation begleitet. Den entsprechenden Kuba-Block im Konzert krönte er mit dem Hit „La Cintura“.

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Alvaro Soler mit seinen Gitarristen David (l.) und Ornella beim Konzert im Palladium.
Natürlich stand das aktuelle Album „El Camino“ – der Weg – im Mittelpunkt des Abends. Aber besonders aktiv wurden die Fans im fast ausverkauften Palladium natürlich bei den bekannten Radiohits. Dann versuchten sich auch die Nichtspanier beim Mitsingen. „Viele lernen Spanisch mit meinen Songs. Das finde ich krass und absurd, macht mich aber auch stolz“, gestand der 35-Jährige.
Mit seiner grundsympathischen Art und seinem Dauerlächeln hatte Alvaro Soler das Publikum schnell auf seiner Seite. Die teils unfreiwillig komischen Ansagen gaben ihr Übriges. „Ich bin eigentlich eine introvertierte Person. Nach dem Konzert gehe ich gern allein duschen“, sagte er, ehe er am Gelächter merkte, was er da nun von sich gegeben hatte.
Ein besonderer Höhepunkt war die spanische Karnevalseinlage. Zusammen mit seiner siebenköpfigen Band zog der Frontmann in Brassband-Manier mitten ins Publikum, um dort Songs wie „Magia“ oder „Mañana“ anzustimmen. Gitarrist David LeMaître hatte zwischenzeitlich keinen Funkkontakt mehr und verschwand. „So ist das im Karneval. Da geht schon mal einer verloren und man sieht ihn zwei Wochen später wieder“, lachte Soler.

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Alvaro Soler im Kölner Konfettiregen. Der spanisch-deutsche Latin-Pop-Sänger brachte Sommergefühle ins Palladium.
Mit einer dicken Trommel zog auch Schlagzeuger Simon Scheibel mit durch die Menge. Der hatte in der jüngsten Session bei Kasalla Drummer Nils Plum vertreten, der seine Elternzeit genoss. „Der Junge hat über 200 Konzerte gespielt. Wahnsinn“, schwärmte Soler, um schnell zu merken: „Karneval ist ganz schön anstrengend.“
Zum Ende folgte das Hit-Feuerwerk. „Solo Para Ti“, „La Libertad“ und natürlich der Mega-Erfolg „Sofia“. „Der Song war schon überall auf der Welt. Auch an Plätzen, wo ich noch nie war“, schwärmte Soler. Nach knapp zwei Stunden war der kleine Ausflug unter die spanische Sonne beendet und das grelle Hallenlicht holte alle Fans wieder zurück in die ehemalige Maschinenbauhalle.
