Der 1. FC Köln steht vor einer prickelnden Aufgabe: Am Freitag steht das Flutlichtspiel am Millerntor beim FC St. Pauli an. Perfekte Atmosphäre für einen Krimi im Abstiegskampf.
FC-Duell auf St. PauliWagner vor Keller-Kracher: „Ich hätte meinen Job verfehlt“

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Platz 13 reist zu Platz 16! Am Freitagabend (17. April 2026) steht ein echter Abstiegskampf-Knaller in der Bundesliga an.
Um 20.30 Uhr trifft der FC St. Pauli auf den 1. FC Köln. In der Tabelle hat der FC fünf Punkte Vorsprung auf die Gastgeber, die auf dem Relegationsplatz rangieren. Mit einem Dreier auf dem Kiez könnte der FC einen gewaltigen Schritt Richtung Klassenerhalt gehen.
René Wagner will in der täglichen Arbeit niemals nachlassen
Kölns neuer Trainer René Wagner weiß, dass seine Spieler alle Antennen ausgefahren haben: „Der Sieg gegen Bremen hat der Mannschaft Selbstvertrauen gegeben. Die Jungs wirken noch einen Zacken fokussierter, weil sie wissen, dass wir in St. Pauli eine Riesen-Chance haben.“
Wenn Köln beim FC St. Pauli gewinnt, würde der Vorsprung auf acht Punkte bei vier verbleibenden Spielen wachsen. Doch selbst dann würde Wagner noch keinen Gang zurückschalten! „Ich hätte meinen Job verfehlt, wenn ich nach einem Sieg – auch wenn der vielleicht zur theoretischen Rettung reichen würde – entspannt werden würde“, erklärt der Coach.
Wagner weiter: „Wir müssen dann ganz im Gegenteil genauso weiterarbeiten wie vorher! Für mich macht es keinen Unterschied, ob wir in Hamburg gewinnen, unentschieden spielen oder verlieren. Wir müssen tagtäglich genauso weiterarbeiten, wie wir es vorher auch gemacht haben. Das ist mir besonders wichtig. Wir wollen gleichbleiben und als Trainerteam abrechenbar sein.“
Wagner stellt klar, dass er seinen Profis niemals zeigen würde, dass er entspannt ist: „Dann würde ich keinen guten Job machen, wenn ich entspannt werden würde. Vielleicht nur abends auf der Couch, aber das würde ich den Jungs nicht zeigen.“
Nach dem Spiel beim FC St. Pauli hat Köln noch einige Aufgaben vor der Brust. Am 25. April kommt es zum kleinen Heim-Derby gegen Leverkusen, am 2. Mai muss der FC an die Alte Försterei reisen, dort geht es gegen Union Berlin.
Das letzte Heimspiel der Saison steigt dann am 10. Mai gegen Schlusslicht Heidenheim, bevor es zum Finale beim FC Bayern München geht (16. Mai). Vor dem Spiel beim Rekordmeister will der FC auf jeden Fall gerettet sein. Erst dann könnte Wagner seinen Jungs vielleicht auch im Training mal etwas von seiner Entspannung zeigen.

