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Moderatorin erklärt EklatZDF streicht Live-Interview mit Ski-Star kurzfristig

ZDF-Moderatorin Amelie Stiefvatter mit Mikro, roter Winterjacke und roter Wollmütze.

Copyright: IMAGO/GEPA pictures

ZDF-Moderatorin Amelie Stiefvatter musste auf das geplante Interview mit Linus Straßer verzichten.

Nach dem Rennen geht es für die deutschen Ski-Asse direkt zum Interview mit ARD oder ZDF. Ein Gespräch mit Linus Straßer kam am Mittwoch aber nicht zustande.

Kurioser Abschluss der alpinen Ski-Saison im ZDF: Am Mittwoch fanden in Lillehammer (Norwegen) die finalen Wettkämpfe statt. Linus Straßer erreichte im Slalom zwar nur den neunten Rang, doch für den wahren Aufreger sorgte er neben der Strecke. Ein vorgesehenes Interview mit dem ZDF fiel ins Wasser – wegen einer Trinkflasche!

Unmittelbar nach der Zeremonie für die Gewinner, bei der Timon Haugan aus Norwegen seinen zweiten Saisonerfolg feierte, wandte sich ZDF-Moderatorin Amelie Stiefvatter (35) an das Publikum.

Deshalb ist die Flasche ein No-Go

Ihre Erklärung: „Wir hätten sehr gerne an dieser Stelle ein Interview mit Linus Straßer geführt, doch er wollte unbedingt, dass sein Flaschensponsor im Bild zu sehen ist. Das ist leider Schleichwerbung und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verboten. Dementsprechend kam das Interview nicht zustande.“ Dem Ski-Profi wurde das Gespräch vom ZDF also verwehrt. 

Sponsoren-Aufkleber sind bei Sport-Events im öffentlich-rechtlichen TV eigentlich überall zu sehen – ob auf Helmen, den Skiern oder der Kleidung. Aber es existiert eine rote Linie. Laut Rundfunk-Staatsvertrag handelt es sich aber um unerlaubte Werbung, sobald Artikel absichtlich für Werbeeffekte gezeigt werden und die Zuschauerinnen und Zuschauer getäuscht werden könnten.

Logos auf der Sportausrüstung sind okay, weil sie dazugehören. Aber ein Produkt wie eine Wasserflasche aktiv in die Kamera zu halten, ist ein anderes Kaliber. Das kann als verbotene Produktplatzierung gelten. Anscheinend ist ein Gespräch mit Straßer nicht zum ersten Mal deswegen geplatzt. Das berichtet „bild.de“.

Auf sportlicher Ebene endete die Saison mit anderen Gewinnern. Atle Lie McGrath (25) aus Norwegen holte sich die kleine Kristallkugel als bester Athlet im Slalom.

Den Gesamtweltcup dominierte Marco Odermatt (28) aus der Schweiz. Im Damenwettbewerb schrammte Emma Aicher (22) haarscharf am großen Triumph vorbei und landete auf dem zweiten Rang hinter Mikaela Shiffrin (31) aus den USA. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Selina Grotian während eines Wettkampfs.

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