Zverev im Achtelfinale: Ist der Weg zum Titel jetzt frei?
Der letzte FavoritNach Nacht-Krimi in Paris ist Zverevs Weg zum Titel frei

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Alexander Zverev schlägt sich ins Achtelfinale der French Open durch.
Was für ein Nervenkitzel in Paris! Alexander Zverev (29) hat es gepackt. Der Tennis-Profi hielt dem enormen Druck stand und steht als letzter Top-Favorit in der Runde der letzten 16 in Roland Garros. In einer echten Nachtschicht setzte er sich gegen Quentin Halys aus Frankreich mit 6:4, 6:3, 5:7, 6:2 durch. Der Erfolg wurde erst um 0:49 Uhr morgens nach 3:07 Stunden Spielzeit besiegelt.
Für Zverev ist es das neunte Mal in Serie, dass er in Roland Garros in der Runde der besten 16 steht. Doch dieses Jahr ist alles anders.
Zverevs große Chance: Der Weg zum Titel ist frei
Nachdem am Freitag auch Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic (39) ausgeschieden ist, gilt Zverev nun als der heißeste Anwärter auf den Titel. Der Serbe verlor nach einer 2:0-Satzführung sensationell gegen den brasilianischen Teenager João Fonseca (19) mit 6:4, 6:4, 3:6, 5:7, 5:7.
Und die Liste der ausgeschiedenen Top-Spieler wird länger: Bereits am Vortag musste Jannik Sinner, die Nummer eins der Welt aus Italien, nach einem physischen Zusammenbruch aufgeben. Der Titelverteidiger aus Spanien, Carlos Alcaraz, fehlte wegen einer Blessur von vornherein. Aus der Riege der fünf besten Spieler ist nur Zverev übrig geblieben – die Gelegenheit für den langersehnten ersten Grand-Slam-Triumph ist riesig.
Im Achtelfinale trifft der Hamburger auf Jesper De Jong. Der Niederländer war in der Qualifikation eigentlich schon gescheitert, rutschte aber als „Lucky Loser“ ins Hauptfeld und überzeugte dort mit starken Auftritten.
Auf einmal kochte die Stimmung im Stadion
Im Vorfeld der Partie hatte Zverev explizit die Service-Qualitäten von Halys gelobt, aber davon merkte man anfangs kaum etwas. Unser Mann aus Hamburg schaffte im ersten Durchgang direkt zwei Breaks gegen den Lokalmatador. So brachte er die für ihre lauten Anfeuerungen bekannten Zuschauer auf dem Court Philippe Chatrier erst einmal zur Ruhe.
Aber auf einmal war das Publikum voll da und startete die La-Ola-Welle. Das passierte, als Zverev etwas nachließ und Halys kurz nach Mitternacht den dritten Durchgang für sich verbuchen konnte. „Halys genießt die Party auf dem Platz“, kommentierte Tennis-Legende Boris Becker bei Eurosport. „Ab Mitte des dritten Satzes war er der bessere Spieler, der aktivere Spieler.“
Dieser erste verlorene Satz im laufenden Wettbewerb schien die deutsche Nummer eins wachzurütteln. Als ihm das wichtige Break zum 2:0 im vierten Satz gelang, ballte Zverev die Faust und zeigte, wer hier der Chef ist. Schließlich nutzte er seinen dritten Matchball für den finalen Triumph. (dpa/red)
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