ATP-Turnier in Monte Carlo Früher verpönt: Zverev nach frechem Aufschlag vom Publikum ausgebuht

Tennis: ATP-Tour - Monte Carlo, Einzel, Herren, Viertelfinale, Zverev (Deutschland) - Sinner (Italien): Alexander Zverev jubelt während Matches. +++ dpa-Bildfunk +++

Alexander Zverev jubelt am 15. April 2022 trotz Buh-Rufen bei der ATP-Tour in Monte Carlo.

Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Monte Carlo das Halbfinale erreicht. Sein Underarm-Serve brachte ihm Buh-Rufe aus dem Publikum ein.

Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev (24) hat beim ATP-Turnier in Monte Carlo nach großem Kampf das Halbfinale erreicht. Der 24-Jährige bezwang am Freitag (15. April 2022) in hitziger Atmosphäre Jannik Sinner (20) aus Italien mit 5:7, 6:3, 7:6 (7:5).

Damit darf Zverev weiter auf seinen ersten Turniersieg in diesem Jahr hoffen. Nach 3:07 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball. Für negative Reaktionen beim Publikum sorgte sein zwischenzeitlicher Aufschlag von unten.

Buh-Rufe gegen Zverev nach Underarm-Serve

Die Szene der Partie zwischen Alexander Zverev und Jannik Sinner hielt der 3. Satz bereit: Zverev breakte zum 2:1 und wollte seinen Kontrahenten dann mit einem Aufschlag von unten überraschen (sogenannter Underarm-Serve), was nicht gelang. Das Publikum buhte Zverev für sein misslungenes Kunststück aus. Nach einem Doppelfehler Zverevs jubelten die anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauer dann und Sinner gelang das Re-Break.

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Der Underarm-Serve war früher verpönt, doch mittlerweile gehört er zum festen Sortiment vieler Tennis-Profis. Im Gegensatz zum normalen Aufschlag von oben versuchen die Spieler beim Underarm-Serve den Gegner zu überraschen und so zum Erfolg zu kommen. Zverev wurde die freche Variante vom Publikum in Monte Carlo jedoch nicht verziehen.

Zverev dominiert Viertelfinale in Monte Carlo

Gegen Sinner erwischte der beste deutsche Tennisspieler den besseren Start, lag schnell mit 4:1 vorne und dominierte mit druckvollem Angriffsspiel. Angefeuert von der Mehrheit der Fans auf dem Court Rainier III kämpfte sich Sinner zurück und gewann den ersten Satz.

Der Rhythmus Zverevs war dann zunächst weg. Den Aufschlagverlust zum 1:2 glich der Hamburger jedoch direkt wieder aus, ließ sich beim Stand von 3:2 längere Zeit behandeln. Sinner hatte mit einer Blase am großen Zeh zu kämpfen. Zunächst waren beiden Spielern ihre Blessuren kaum anzumerken, auf hohem Niveau holte sich Zverev den zweiten Satz.

Im dritten Satz schien der Weltranglistendritte die Kontrolle zu haben.  Zweimal lag Zverev mit Break vorne, Sinner steckte nicht auf. Auch der Tie-Break blieb eng, ehe ein Rückhand-Fehler von Sinner den Erfolg von Zverev perfekt machte.

Halbfinale gegen Stefanos Tsitsipas

„Das bedeutet mir sehr viel, besonders wie dieses Jahr bislang für mich gelaufen ist. Ich habe viele dieser Spiele verloren“, sagte Zverev zu seinem Sieg. „Das ist im Hinterkopf, dieser Sieg wird mir definitiv helfen.“ Zu seiner zwischenzeitlichen Behandlung am Oberschenkel sagte der 24-Jährige lediglich: „Wir müssen sehen.“

Nach dem frühen Aus des Weltranglistenersten Novak Djokovic ist Zverev der am höchsten platzierte Profi bei dem mit rund 5,2 Millionen Euro dotierten Masters-1000-Sandplatzturnier. In der Runde der besten Vier trifft er am Samstag auf den Griechen Stefanos Tsitsipas (23). (dpa/sto)

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