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Berichte über brisanten StreitZverevs Halbfinal-Gegner ist hochumstritten

Im Match gegen Alexander Zverev geht es um den Einzug ins Finale, aber seine Haltung zum Krieg sorgt für pure Empörung.

Karen Chatschanow (30) ist ein Name, der die Tennis-Szene spaltet. Am Freitagabend (21.00 Uhr MESZ) kommt es in New York zum Halbfinal-Match der US Open gegen Alexander Zverev (29).

Dieses Duell ist eine Wiederholung des Endspiels der Olympischen Spiele 2021 in Tokio, aus dem der Deutsche als Sieger hervorging. Gegen die derzeitige Nummer 50 der Welt wird Zverev auch dieses Mal als klarer Favorit gehandelt.

Streit mit russischem Kollegen nach Friedens-Appell

Für zahlreiche Beobachter ist es jedoch unverständlich, dass der russische Spieler überhaupt teilnehmen darf. Die Ursache dafür ist seine mutmaßliche Unterstützung für Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine. Vor allem aus der Ukraine kommen auf der Profi-Tour immer wieder laute Rufe nach einer Sperre, beispielsweise von Oleksandra Olijnykowa (25). Das berichtet „bild.de“.

Chatschanow heizte die Stimmung selbst an, als er mehrfach militärische Symbole Russlands auf Social Media postete. Am 9. Mai, der in seiner Heimat als „Tag des Sieges“ zelebriert wird, präsentierte er 2024 das St.-Georgs-Band, ein Zeichen des russischen Militärs. Dieses Band gilt für Menschen aus der Ukraine als ein Horror-Symbol und eine eindeutige Loyalitätsbekundung gegenüber Wladimir Putin (73) und dessen Kurs.

Es soll sogar zu einer Auseinandersetzung mit seinem russischen Kollegen und langjährigen Doppelpartner Andrei Rubljow (28) gekommen sein. Nachdem Rubljow kurz nach Beginn des Krieges nach einer Partie die Nachricht „Kein Krieg, bitte“ auf eine Kameralinse schrieb, soll Chatschanow ihn bei einem ATP-Turnier in Belgrad konfrontiert haben. Russland solle den Konflikt nutzen, um seine Stärke zu beweisen und der Welt seine Überlegenheit zu präsentieren, soll er seinem Landsmann brüllend mitgegeben haben.

Auf diesen Vorfall angesprochen, wich Chatschanow, der bei den US Open offiziell unter neutraler Flagge antritt, aus. Er bezeichnete es als eine „private Unterhaltung“. Sein Kommentar: „Ich bin ein Athlet, kein Politiker.“

Anders als in vielen anderen Sportarten gab es im Tennis von Beginn an keinen Ausschluss von Spielerinnen und Spielern aus Russland und Belarus. 2022 kam es in Wimbledon zum Streit, weil der britische Tennis-Verband einen anderen Standpunkt vertrat und Teilnehmer aus den beiden Ländern nicht zuließ. Das führte dazu, dass bei dem Grand-Slam-Turnier damals keine Weltranglisten-Punkte vergeben wurden, um die ausgeschlossenen Spieler in dieser Hinsicht nicht zu benachteiligen.

Zverev, der im Head-to-Head gegen Chatschanow mit 6:3 führt, freut sich auf das Duell im größten Tennis-Stadion der Welt. „Er ist ein toller Kerl. Ich habe großen Respekt für ihn. Ich hoffe, es wird am Freitag ein großer Kampf“, so Zverev. (red)

Alexander Zverev hält vier unterschriebene Bälle in der Hand, die er nun ins Publikum schießen wird.
Bald Weltranglisten-Erster?
So nah ist Zverev der Nummer eins wirklich schon