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Bald Weltranglisten-Erster?So nah ist Zverev der Nummer eins wirklich schon

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Alexander Zverev könnte sich mit einem starken Saison-Endspurt Platz eins in der Weltrangliste holen.

Noch zwei Siege fehlen ihm bis zum großen Ziel: Alexander Zverev steht bei den US Open im Halbfinale, könnte in New York den zweiten Grand-Slam-Titel in diesem Jahr – und in seiner Karriere – einfahren.

Doch damit nicht genug: Für Zverev rückt auch ein anderer Traum in Reichweite. Der Hamburger hat realistische Chancen, die Nummer eins im Tennis zu werden!

Zverev in einer Rangliste schon ganz knapp an Sinner dran

Einen ersten Schritt könnte er bereits am Freitag im Halbfinale gegen den Russen Karen Chatschanow machen. Sollte der Deutsche dieses Match gewinnen, würde er im ATP Race bereits mit dem bisherigen Führenden Jannik Sinner gleichziehen.

Das ATP Race ist nicht die offizielle Weltrangliste, sondern das Ranking für das laufende Jahr. Wer seit Jahresbeginn die meisten Punkte gesammelt hat, steht hier ganz oben. Bei der offiziellen Weltrangliste werden dagegen die Punkte aus den vergangenen zwölf Monaten gezählt. Je später im Jahr, desto mehr gleichen sich die beiden Ranglisten also an.

Sollte Zverev die US Open gewinnen, würde er im Race an Sinner vorbeiziehen und die Top-Position übernehmen. Nach dann vier gespielten Grand-Slam-Turnieren schon mehr als nur eine Momentaufnahme!

In der offiziellen Weltrangliste lag Zverev zu Turnierbeginn dagegen noch satte 5010 Punkte hinter Sinner. Der Italiener musste seinen Start in New York wegen einer Knieverletzung absagen, kann seine 1300 Punkte vom Finale des letzten Jahres also nicht verteidigen. Zverev war im vergangenen Jahr bereits in der dritten Runde gescheitert, macht nun ordentlich Boden gut.

Schon mit dem Halbfinaleinzug hat er den Rückstand auf 3010 Punkte verkürzt. Bei einem Finaleinzug betrüge der Rückstand 2510 Punkte, bei einem Zverev-Triumph in New York nur noch 1810 Punkte. Damit wäre Sinners Vorsprung durch ein einziges Turnier mehr als halbiert.

Und die Chancen auf den Titel sind groß: Zverev hat gegen alle drei noch verbliebenen Kontrahenten eine positive Bilanz. 6:3 führt er gegen Halbfinalgegner Chatschanow, 5:0 gegen Ben Shelton und 9:1 gegen Frances Tiafoe, die beiden anderen Halbfinalisten aus den USA.

Nach den US Open gibt es dann vor allem bei den Mastersturnieren in Shanghai und Paris sowie bei den ATP-Finals viele Punkte zu vergeben. Sinner hat dabei jede Menge zu verteidigen: Er gewann im Jahresendspurt 2025 die Turniere in Wien, Paris und die ATP-Finals in Turin.

Zverev agierte derweil in dieser Phase weniger erfolgreich – und könnte nun im Herbst entsprechend weiteren Boden gutmachen. Zumal derzeit noch unklar ist, wann Sinner wieder fit ist und auf die Tour zurückkehrt. Derzeit plant er ein Comeback schon in Asien – wenn das Knie hält.

Alexander Zverev lamentiert.
„Noch nie erlebt“
Souverän ins Halbfinale – aber eine Sache nervt Zverev gewaltig