„Eine unglaubliche Woche“ Alexander Zverev triumphiert in Ohio und zieht mit Boris Becker gleich

Alexander Zverev schlägt auf.

Alexander Zverev sicherte sich nach seiner Olympia-Goldmedaille nun in Cincinnati seinen fünften Masters-Sieg.

Olympiasieger Alexander Zverev (24) hat eine Woche vor dem Start der US Open einen weiteren hochkarätigen Turniersieg gefeiert und seine Co-Favoritenrolle für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres untermauert.

Cincinnati. Der an Nummer drei gesetzte Zverev gewann das Endspiel gegen den Russen Andrej Rublew (23) im Schnelldurchgang mit 6:2 und 6:3 – und holte sich in Cincinnati den zweiten Masters-Sieg in diesem Jahr.

Alexander Zverev überrollt Finalgegner direkt mit einem Break

„Er ist einer meiner besten Freunde. Er ist sehr hungrig, es wäre sein erster Masters-Titel“, hatte Zverev über das Duell mit Rublew gesagt und ein „hartes Match“ prophezeit.

Doch Zverev startete direkt mit einem Break, der Hamburger nahm Rublew auch sein zweites Aufschlagspiel ab und ging mit 4:0 in Führung. Nach 27 Minuten verwandelte Zverev seinen zweiten Satzball mit einem Vorhandvolley.

Alexander Zverev küsst den Rookwood Cup nach seinem Sieg.

Nach seinem Triumph in Ohio küsst das deutsche Tennis-Ass seine gewonnene Trophäe.

Durchgang zwei begann erneut mit einem Break für Zverev, der Weltranglistenfünfte dominierte die Partie fast nach Belieben. Kurz vor dem Ziel zeigte er allerdings Nerven und gab sein erstes und einziges Aufschlagspiel ab, machte den Sieg aber nach einer Stunde perfekt. Rublew schien im fünften Aufeinandertreffen der beiden Kumpel ein wenig die Kraft zu fehlen. In der Bilanz der beiden steht es nun 5:0 für den genau sechs Monate älteren Zverev.

Alexander Zverev zieht mit Boris Becker gleich

Mit seinem fünften Titel bei einem Masters-Turnier ist Zverev nun mit dem deutschen Rekordhalter Boris Becker gleichgezogen. Zudem steht der 24-Jährige als Neunter unter den Top 10 der Tennisspieler mit den meisten Erfolgen in der höchsten Turnierkategorie unterhalb der Grand Slams. In Cincinnati, wo er nach Boris Becker 1985 als zweiter Deutscher triumphierte, beendete Zverev eine seiner ärgsten Durststrecken: Beim Turnier in Ohio war er bei zuvor fünf Teilnahmen stets an seinem Auftaktgegner gescheitert.

„Am Mittwoch habe ich mein erstes Spiel überhaupt hier gewonnen und jetzt habe ich meinen ersten Titel“, sagte Zverev: „Das war eine unglaubliche Woche.“ (dpa/nb)

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