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„Immer nur einer“Zverev teilt aus: Meint er etwa Boris Becker?

In Wien holt Zverev gegen einen Nörgler aus. Wer gemeint ist, bleibt offen – doch ein Tipp scheint naheliegend.

Mit einem Schmunzeln sorgt er für Zündstoff: In Österreichs Hauptstadt Wien feuerte Deutschlands Tennis-Ass Alexander Zverev (29) einen ironischen Seitenhieb ab. Noch ehe der gebürtige Hamburger auf dem Platz stand, um das dortige ATP-Event zu eröffnen, wehrte er sich gegen das ständige Gemecker an seiner Spielweise.

Passiert ist das Ganze während der Medienrunde vor seinem ersten Auftritt bei dem 500er-Wettbewerb. Dort stand für Dienstag das Duell mit Spaniens Martin Landaluce auf dem Programm. Dabei hakte ein Reporter nach, ob der Profi angesichts seiner letzten Triumphe nun innere Zufriedenheit verspüre. Schließlich wird Zverev das Jahr als Nummer eins der Weltrangliste abschließen.

Zverev: „Seine Meinung interessiert mich wenig“

Die Reaktion des 29-Jährigen: „Mich kritisiert hat immer nur einer und seine Meinung in den letzten paar Jahren interessiert mich wenig, um ehrlich zu sein.“ Das berichtet „Sport.de“.

Doch dabei beließ er es nicht. Schmunzelnd legte der Tennis-Star direkt noch einmal nach: „Jedes Mal, wenn er was gesagt hat, ist genau das Gegenteil passiert in den letzten gefühlt drei Jahren. Es ist, wie es ist, und ich kann damit auch sehr, sehr gut leben.“

Konkrete Personen nannte der Tennisprofi allerdings mit keinem Wort. Es bleibt vorerst sein Geheimnis, wen er als seinen größten Nörgler betrachtet. Dennoch fällt der Verdacht sofort auf eine ganz bestimmte Legende: Boris Becker. In den zurückliegenden Saisons krachte es zwischen der Sport-Ikone und dem baldigen Weltranglistenersten nämlich regelmäßig. Genau diesen Zusammenhang stellt auch die Webseite „oe24.de“ her.

In den letzten Jahren sammelte sich da einiges an Tadel durch Becker an. So bemängelte er unter anderem eine fehlende Risikobereitschaft in Zverevs Matches. Mit dieser Kritik stand Becker allerdings mitnichten alleine da.

Wiederholt empfahl er zudem dringend Veränderungen bei der Besetzung des Betreuerstabs. Obwohl der Spieler mittlerweile schon zweimal bei Grand-Slam-Turnieren triumphierte, führt dort nach wie vor Vater Alexander senior die Regie, unterstützt von Bruder Mischa. Rund um die US Open schob der 58-Jährige dann noch einen weiteren Kritikpunkt hinterher. Er teilte die Ansicht jener Beobachter, denen zufolge Zverev den Ball vor seinem Aufschlag zu oft auftitschen lässt.

Kürzlich schlug Becker jedoch völlig veränderte Töne an. Entschieden bezog er Stellung in der Causa um den Norddeutschen. Dass dieser nun ganz oben im weltweiten Tennis-Ranking lande, sei vollkommen gerechtfertigt, lautete sein klares Urteil.

Manche Zweifler äußerten zuletzt, dieser riesige Erfolg in Zverevs Laufbahn resultiere bloß aus den gesundheitlichen Ausfällen der beiden Top-Stars Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. Solche Einwände bügelte der sechsmalige Major-Champion jedoch rigoros ab und wies sie entschieden zurück. (red)