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„Traf ihn wie ein Schlag“Tennis-Star von Trennung überrumpelt: Karriere sofort beendet

Elina Switolina und Gaël Monfils auf dem Tennisplatz

Copyright: IMAGO / ZUMA Press Wire

Elina Switolina und Gaël Monfils auf dem Tennisplatz.

Ehe-Aus bei Switolina und Monfils: Sie zieht den Schlussstrich. Und er? Macht mit Tennis von jetzt auf gleich Schluss.

Aus und vorbei – eine der schönsten Liebesgeschichten im Tennis ist zu Ende. Fünf Jahre lang waren Gaël Monfils und Elina Switolina verheiratet, jetzt gehen beide auseinander.

Öffentlich gemacht hat das die Ukrainerin am Montagmorgen per Instagram-Post. „Das ist das Schwierigste, was ich je mitteilen musste“, schrieb sie und führte den russischen Angriffskrieg auf ihr Heimatland Ukraine, der sie mental sehr belaste, als Trennungsgrund an. „Mit der Zeit wurde mir klar, dass ich meinen Weg zurück zu mir selbst finden muss und dass mir das innerhalb unserer Ehe nicht gelingt“, schrieb sie.

Ehe-Aus bei Monfils: Franzose sagt Abschiedsturniere ab

Monfils erwischte die Nachricht offenbar wie aus heiterem Himmel. Laut dem französischen Sportblatt „L'Équipe“ hatte er keine Ahnung, dass seine Frau sich von ihm trennen will.

„Als Monfils die Nachricht erfuhr, traf sie ihn wie ein Schlag. Tennis, das er oft als eine Art sanften Wahnsinn erlebt hatte, verlor plötzlich jede Bedeutung. Er war nicht mehr in der Lage zu spielen“, so steht es in der Zeitung. Was dann passierte, ist heftig. Der 5. Oktober wurde zum Stichtag: Da ließ sich der 40-Jährige aus den Anti-Doping-Listen austragen. Heißt im Klartext: Seine Zeit als Profi war damit augenblicklich vorbei.

Geplant war das so nicht. Seinen Abschied hatte Monfils eigentlich fürs Saisonende vorgesehen. Das berichtet „20 Minuten“. Nach dem Liebes-Aus sagte er aber die Turniere daheim in Frankreich ab – Paris-Bercy und Lyon. Ein emotionales Goodbye vor heimischem Publikum? Gibt’s jetzt nicht mehr.

Für die Sportzeitung ist das typisch Monfils: „Es war ein Schritt ohne Rückkehr, der letztlich seine Persönlichkeit widerspiegelt, da er Schwierigkeiten hat, mit belastenden Situationen umzugehen. Aufgrund seiner sehr emotionalen Art konnte selbst das kleinste Problem oft dramatisch eskalieren.“ Er sei nach Dubai gereist, die gemeinsame Tochter dabei, um das Ehe-Aus dort ganz für sich zu verdauen.

Unter Tennis-Fans schlug die Trennung hohe Wellen, Switolina wurde in Kommentaren auf Social Media vorgeworfen, ihrem Mann den Karriere-Abschied versaut zu haben. Die Ukrainerin sah sich genötigt, einen Tag nach ihrem Trennungs-Post nochmal nachzulegen. „Ich möchte meinen vorherigen Post etwas erklären“, schrieb sie am Dienstag, „weil mir klargeworden ist, dass nicht alle, vor allem meine internationalen Fans, komplett verstanden haben, was ich versucht habe, zu sagen.“

Sie habe nur einen Grund genannt, der ihre Entscheidung beeinflusst habe. „Die Wahrheit aber ist, dass so viel mehr dahintersteckt und es war nie nur eine Sache“, so Switolina.

Die Nummer 6 der Weltrangliste weiter: „Wenn du mehr als 4,5 Jahre lang die Realität eines Krieges gelebt hast, so viele verschiedene Situationen, Emotionen und schwierige Momente erlebt hast, fängst du natürlich an, das Leben anders zu sehen. Deine Perspektive verändert sich, deine Werte und Prioritäten verschieben sich, und du beginnst zu verstehen, was du wirklich vom Leben willst. Irgendwann habe ich einfach gemerkt, dass ich nicht weiter ein Leben leben wollte, in dem ich nicht wirklich glücklich war. Und glaubt mir, zu dieser Entscheidung zu kommen, war alles andere als einfach. Ich liebe und respektiere meinen Mann sehr. Und ich werde ihn immer als die Person lieben und schätzen, die er ist. Genau deswegen war es für mich so wichtig, ehrlich zu sein, sowohl ihm als auch mir selbst gegenüber.“

Monfils hat sich noch nicht öffentlich zur Trennung geäußert, hatte Switolinas Post am Montag aber auch auf seinem Instagram-Account geteilt. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter. (red)