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Bittere Nachricht in Live-SendungAgassi sackt zusammen – Kollegin entsetzt über PK

Aktualisiert:

Das zweite Halbfinale der French Open fällt kurzfristig ins Wasser. Ein Spieler ist erkrankt. Andre Agassi ist fassungslos.

Bitteres Aus im Halbfinale der French Open für Matteo Arnaldi! Der Italiener konnte am Freitagabend nicht zu seinem Match gegen seinen Landsmann Flavio Cobolli antreten. Der Grund: Er hat sich eine Virusinfektion eingefangen.

„Es ist hart, vom ersten Grand-Slam-Halbfinale zurückziehen zu müssen. Das wünscht man niemandem“, sagte Arnaldi auf einer Pressekonferenz: „Es tut mir leid für alle, die ein Ticket gekauft haben.“ Für seinen Landsmann sei er aber „glücklich“.

Agassi nach Rückzug fassungslos – Expertin kritisiert gemeinsame PK

Cobolli trifft am Sonntag im Endspiel auf Alexander Zverev, der sich zuvor in vier Sätzen gegen den Tschechen Jakub Mensik durchgesetzt hatte.

Die beiden Italiener hielten die PK gemeinsam ab, allerdings mit einigem Abstand zwischen ihren Stühlen. Als ihn die Nachricht erreicht habe, habe er „fast geweint“, sagte Cobolli: „So etwas erwartet man nicht. Ich war bereit, das Halbfinale zu spielen. Ich bin sehr traurig für ihn.“

Die Nachricht von Arnaldis Rückzug löste auch bei Tennis-Legende Andre Agassi Bestürzung aus. Der Mann von Steffi Graf arbeitet bei dem Turnier für TNT Sports als Experte, saß gerade in einer Runde mit seinen TV-Kollegen, als die Meldung bekannt wurde. Agassi sackte zusammen und vergrub seinen Kopf in seinen Händen. Er musste von Sloane Stephens getröstet werden. 

Die Amerikanerin, die selbst in Paris mal im Endspiel gestanden hatte, war ihrerseits entsetzt, als sie die Bilder von der Pressekonferenz sah. Aus ihrer Sicht war es vollkommen unverständlich, dass Cobolli sich einem solchen Ansteckungsrisiko aussetzte – zwei Tage vor dem wichtigsten Match seines Lebens. „Ich würde nicht dieselbe Luft atmen wollen wie jemand, der wegen eines Virus nicht spielen kann“, sagte die ehemalige Weltranglisten-Dritte.

Ein X-Video mit Agassis Reaktion seht ihr hier:

Viele Fans gaben Stephens recht. „Wenn Cobolli in zwei Tagen vor dem Finale zurückzieht, weil er krank ist, ist das der größte Skandal in der Tennis-Geschichte“, schrieb ein X-User. „Haben wir nichts gelernt?“, fragte ein anderer und spielte damit auf die Corona-Pandemie an.

Der achtmalige Grand-Slam-Turniersieger Agassi sagte, es sei enttäuschend, dass das zweite Halbfinale nicht gespielt werden konnte. „Es gab so viele Überraschungen in diesem Turnier. Das ist eine Art von Überraschung, die sich niemand wünscht.“ Dabei ließ er vorsichtig durchblicken, dass er sich gewünscht hätte, dass Arnaldi es zumindest versucht. „Er hat offenbar mit etwas zu kämpfen, das hoffentlich unvorstellbar ist. Denn das ist wirklich enttäuschend.“

Arnaldi berichtete, dass er schwere Stunden hinter sich hat. „Um 1 Uhr morgens habe ich mich übergeben und mich überhaupt nicht gut gefühlt. Ich habe gar nicht geschlafen, um 7 Uhr musste ich mich wieder übergeben und mir ging es noch schlechter“, so der Italiener. Über den ganzen Tag habe er keinerlei Nahrung bei sich behalten können.

Auf dem Weg ins Halbfinale hatte Arnaldi insgesamt 19:42 Stunden auf den Platz gestanden – so lange wie kein anderer French-Open-Spieler seit 1991. (mit dpa/sid)

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