Radklassiker in ItalienPferd auf der Strecke sorgt für Wirbel bei Strade Bianche – Brite Pidcock gewinnt

Ein Pferd verirrte sich auf die Strecke beim Radrennen Strade Bianche der Frauen.

Ein Pferd auf der Strecke beim Frauen-Radrennen Strade Bianche am 4. März 2023. 

Da waren Zuschauerinnen und Zuschauer genau so erschrocken wie die Fahrerinnen: Beim Radrennen Strade Bianche galoppierte plötzlich ein Pferd im Feld der Fahrerinnen mit.

Schreckmoment beim Radklassiker Strade Bianche in Italien (Siena) am Samstag, 4. März 2023. Plötzlich galoppierte ein Pferd im Feld der Fahrerinnen mit. Glücklicherweise ist nichts Schlimmeres passiert.

Das Pferd hat allerdings für Wirbel und Hektik gesorgt. Das Tier war offenbar ausgebrochen und lief 15 Kilometer vor dem Ziel des Radrennens zwischen Spitzenreiterin Kristen Faulkner und Verfolgerin Demi Vollering auf der Strecke.

Sehen sie die Szene hier im Video auf Twitter:

Vollering wurde ein wenig ausgebremst, hielt wie die Motorräder Abstand zu dem verängstigten Tier. Nach wenigen Hundert Metern stürzte das Pferd dann in einer Linkskurve und gelangte nicht wieder auf die Strecke.

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Strade Bianche: Pferd auf der Strecke

In Siena setzte sich Vollering im Sprint vor ihrer Teamkollegin Lotte Kopecky durch und feierte ihren ersten Erfolg bei dem Schotterpistenrennen in der Toskana.

Die lange führende Faulkner wurde Dritte. Die deutsche Straßenradmeisterin Liane Lippert fuhr in einem guten Rennen auf Platz acht.

Die Frauen waren am Samstag um 9.30 Uhr gestartet, sie mussten 136 Kilometer bewältigen. Um 11.45 Uhr erfolgte dann der Start des Männerrennens über 184 Kilometer. 

Zu den Favoriten zählten Julian Alaphilippe und Mathieu van der Poel. Der Franzose Alaphilippe gewann 2019: „Ich liebe es, wenn ich hier ankomme und dann hintereinander bei Strade Bianche, Tirreno – Adriatico und schließlich Mailand – Sanremo starte: Für mich ist das der echte Start für meine Saison.“ Im Rennen hatte er aber keine Chance, vorne mitzumischen, genau wie van der Poel.

Die Ausgabe gewann der britische Radprofi Thomas Pidcock (23, Team Ineos Grenadiers).  Er hatte nach einem knapp 50 Kilometer langen Soloritt 20 Sekunden Vorsprung vor Valentin Madouas aus Frankreich. Dritter wurde Tiejs Benoot aus Belgien. Die deutschen Fahrer um Lennard Kämna (Bora-hansgrohe) hatten mit dem Rennausgang nichts zu tun.

„Ich muss es ein bisschen sacken lassen. Ich hab es einfach durchgezogen. Ich hatte die ganze Woche ein gutes Gefühl. Und heute Morgen wusste ich, dass ich es schaffe. Es ist ein unglaublicher Tag für mich“, sagte Pidcock bei Eurosport. 

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Im letzten Jahr gewann Tadej Pogacar, doch in diesem Jahr verzichtet der Slowene auf das Rennen. Er startet ab Sonntag, 5. März, erstmals bei Paris – Nizza (bis 12. März). Bei der Fernfahrt, auch Rennen zur Sonne genannt, kommt es zum ersten Gipfeltreffen der Saison mit dem aktuellen Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard.

Der Däne Vingegaard hatte Pogacar 2022 als Tour-Champion entthront. Zuvor hatte Pogacar 2020 und 2021 die Frankreichrundfahrt gewonnen. In diesem Jahr will er wieder oben auf dem Podest in Paris stehen. „Der Start in die Saison war wirklich gut, für mich persönlich, aber auch für die Mannschaft, mit vielen Siegen. Ich freue mich auf mein Debüt bei Paris-Nizza“, sagte Pogacar vor dem Start.(dpa, ubo)