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Kurz vor SaisonstartPersonalbeben im Skisport: Gleich zwei Bosse werfen hin

Markus Waldner in Skikleidung mit Skibrille.

Copyright: IMAGO / GEPA pictures

Markus Waldner ist nicht länger Renndirektor der Männer-Rennen.

Riesen-Aufruhr unmittelbar vor dem Saison-Opening in Sölden! Ein wichtiger Funktionär gibt auf, ein zweiter ist mit Betrugsanschuldigungen konfrontiert.

Personalbeben im Wintersport! Gerade einmal 14 Tage vor dem Startschuss der Ski-Alpin-Saison im österreichischen Sölden kommt es zu einem gewaltigen Knall. Völlig unerwartet gibt Markus Waldner (63) sein Amt auf. Er hatte zwölf Jahre lang als Renndirektor beim Ski-Weltverband Fis die Verantwortung für die Männer-Rennen.

Die Ursache für seinen sofortigen Rückzug nannte Waldner in einem offiziellen Schreiben am Donnerstag. Er ließ mitteilen: „Die Verantwortung für den alpinen Skisport auf höchstem Niveau zu tragen, ist ein Privileg, aber auch eine Position, die mit enormem Druck verbunden ist.“

WM-Chef geht wegen Betrugs-Anklage

Diese Belastung sei über die Jahre derart gewachsen, dass ihm jetzt die Kraft ausgehe. Zunächst führt Peter Gerdol (63), der bei den Frauen als Renndirektor tätig ist, die Geschäfte für den ersten Saisonabschnitt weiter. Das berichtet „bild.de“.

Aber das ist noch nicht alles, was die Ski-Szene unmittelbar vor dem Auftakt aufwühlt. Claude-Alain Schmidhalter (62) hat ebenfalls seinen Posten niedergelegt. Er stand dem Organisationskomitee für die alpine Ski-Weltmeisterschaft vor, die im Februar 2027 in Crans-Montana stattfindet.

Seinem Abgang ging eine vorläufige Suspendierung voraus. Die Ursache dafür ist ein aktuelles juristisches Verfahren, das gegen den Unternehmer aus der Schweiz läuft.

In einer Mitteilung erklärte Schmidhalter, er akzeptiere die Maßnahme und ziehe daraus seine Schlüsse: „Ich trete per sofort als Präsident des Organisationskomitees der Ski-WM 2027 und als Vizepräsident von Swiss-Ski zurück.“

Worum geht es genau? Eine Klage wurde von der Staatsanwaltschaft des Wallis eingereicht. Wie der Schweizer „Blick“ meldet, wird Schmidhalter sich am 27. Oktober vor dem Bezirksgericht in Brig-Glis verantworten müssen. Ihm werden Betrug sowie treulose Geschäftsführung zur Last gelegt. Schmidhalter persönlich bestreitet diese Vorwürfe vehement.

Diese Abgänge ereignen sich zu einem Zeitpunkt, zu dem der alpine Skizirkus sowieso schon in der Schusslinie ist. Nach unzähligen Stürzen gab es in den letzten Jahren immer wieder massive Debatten um die Sicherheit und der Weltverband Fis sah sich gezwungen, seine Klimapolitik zu verteidigen. (red)