Atle Lie McGrath hat im Olympia-Slalom Gold vor Augen, fädelt dann aber ein. Danach wird der 25-Jährige emotional – und sucht erst einmal das Weite.
Gold als Favorit verspieltOlympia-Star verschwindet wütend in den Wald

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Atle Lie McGrath geht nach seinem Olympia-Abflug von der Strecke in Richtung Wald.
Der norwegische Skirennfahrer Atle Lie McGrath hat im Olympia-Slalom von Bormio ein sportliches Drama erlebt und seinen Gefühlen danach auf ungewöhnliche Art freien Lauf gelassen.
Der 25-Jährige ging als Führender mit deutlichem Vorsprung in den zweiten Durchgang, hatte die Goldmedaille vor Augen, fädelte dann allerdings ein und schied aus.
Atle Lie McGrath sauer über Olympia-Aus
Tief enttäuscht warf McGrath daraufhin erst in hohem Bogen seine Skistöcke weg und stapfte dann zu Fuß von der Strecke los Richtung Wald.
Der Norweger vermittelte in jenem Moment ähnlich wenig Lust auf Olympia wie Linus Straßer (33), der sich praktisch zeitgleich im TV-Interview beschwert hatte.
Der Skandinavier lief einmal quer über die Piste, passierte die Streckenbegrenzung, ging weiter und weiter – und ließ sich schließlich in der Nähe von ein paar Bäumen in den Schnee fallen.
McGrath ist aktuell einer der besten Slalomfahrer der Welt. Der Norweger fuhr in der laufenden Saison schon fünfmal auf ein Weltcup-Podest und führt damit auch die Gesamtwertung im Torlauf an.
Bei den Winterspielen in Norditalien hatte er im ersten Lauf auch von seiner frühen Startnummer eins profitiert.
Etliche andere Topfahrer waren bei Schneefall und schwierigen Sichtverhältnissen früh ausgeschieden. Nach seinem Patzer im Finale musste McGrath die Goldmedaille allerdings dem Schweizer Weltmeister Loic Meillard überlassen. (dpa)

