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Wintersport-SchockNach 100 Jahren: Olympia-Aus für Traditions-Sportart

Vinzenz Geiger (Deutschland) reagiert im Ziel.

Copyright: Daniel Karmann/dpa

Die Nordische Kombination wird 2030 nicht mehr Teil der Olympischen Winterspiele sein.

Eine Ära geht zu Ende! Das IOC wirft die Nordische Kombination knallhart aus dem olympischen Programm.

Eine bittere Nachricht erschüttert die Wintersport-Welt. Eine der historischsten Sportarten, die Nordische Kombination, wird bei den Winterspielen 2030 in Frankreich fehlen.

Die Führung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat die Disziplin nach über 100 Jahren aus dem Programm genommen. Diese Entwicklung ist für alle Aktiven ein riesiger Schock.

Tragische Ironie: Der Traum der Frauen platzt endgültig

Aber warum diese radikale Maßnahme? Die Begründung des IOC stützt sich auf eindeutige Daten. Untersuchungen belegen angeblich, dass die Sportart bei den Zuschauern der Winterspiele 2014, 2018, 2022 und 2026 am wenigsten Anklang fand.

Ein weiterer Punkt: Die Wettkämpfe seien zu stark von einer kleinen Gruppe von Ländern dominiert. Bei den vergangenen vier Austragungen sicherten sich lediglich fünf Nationen Edelmetall. Das berichtet „Bild“.

Was die ganze Sache so besonders dramatisch macht, ist der jahrelange Kampf um Gleichstellung. Bis zu diesem Beschluss war die Nordische Kombination die letzte verbliebene Disziplin im Winter-Olympia, die Frauen den Zugang verwehrte. Bei einer Fortführung im Programm hätten 2030 höchstwahrscheinlich zum ersten Mal auch Athletinnen teilnehmen dürfen.

Nathalie Armbruster, Deutschlands beste Kombiniererin, kämpfte mit aller Kraft für ihren Sport und für die Zulassung von Frauen. Wie groß die Enttäuschung ist, machen ihre Aussagen während der Wettkämpfe in Mailand und Cortina d'Ampezzo deutlich: „Ich wäre da vor Ort und könnte meinen Kindheitstraum leben – aber ich darf es nicht. Weil ich eine Frau bin.“ Die traurige Pointe der Geschichte: Bei den kommenden Spielen sind jetzt auch die Männer raus.

Immerhin eine gute Nachricht gibt es für eine andere Sportart, während die Kombinierer um ihre olympische Existenz fürchten. Anders als zuletzt befürchtet, hat das IOC entschieden, den Parallel-Riesenslalom der Snowboarder im Programm zu halten. Für die Mischung aus Skispringen und Langlauf endet damit eine Ära, die seit den ersten Winterspielen im Jahr 1924 andauerte. (red)

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