Fast zeitgleich mit dem Start der Winterspiele in Norditalien gibt es Zwischenfälle auf verschiedenen Bahnstrecken. Besteht ein Zusammenhang? Der Verkehrsminister spricht von einem „Attentat“.
„Attentat“Olympia-Schock in Italien: Anti-Terror-Einheit ermittelt

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Polizeikräfte sind in der Nähe des Bahnhofs von Pesaro aktiv. Auf der Strecke zwischen Bologna und Ancona geriet in der Nähe des Bahnhofs von Pesaro eine Stromkabine in Brand.
Mit Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo sind auf dem Streckennetz der italienischen Eisenbahn im Norden des Landes an drei Stellen Beschädigungen entdeckt worden.
Derzeit laufen Ermittlungen, ob es einen Zusammenhang gibt. Nach einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa schließen Ermittler nicht aus, dass es sich wie zu Beginn der Sommerspiele 2024 in Paris um Sabotage handeln könnte.
Ein „rudimentärer Sprengkörper“ wurde gefunden
Verkehrsminister Matteo Salvini von der rechten Partei Lega sprach bereits von einem „Attentat“. Die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) schloss technische Defekte als Ursache aus.
Die Schäden hatten erhebliche Verspätungen zufolge, auch bei Hochgeschwindigkeitszügen. Am Nachmittag betrugen sie bis zu zweieinhalb Stunden.
Auf der Strecke zwischen der Großstadt Bologna und Padua wurde nach Angaben der Behörden ein „rudimentärer Sprengkörper“ auf einer Weiche gefunden.
Auf derselben Strecke wurde entdeckt, dass Stromkabel in einem Schacht durchtrennt worden waren. Zwischen Bologna und Ancona geriet in der Nähe des Bahnhofs von Pesaro ein Stromkasten in Brand.
In die Ermittlungen seien auch Anti-Terror-Experten eingeschaltet, hieß es. Zumindest in Pescara wird vermutet, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde.
In Frankreich hatten Unbekannte kurz vor Eröffnung der Spiele im Juli 2024 koordinierte Brandanschläge auf das Netz der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge verübt. Durch zerstörte Signalanlagen und Kabel wurden drei der vier Hauptstrecken lahmgelegt. (dpa)

