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„Fleischkonsum im olympischen Dorf“ Auf nächsten Doping-Fall bei Olympia folgt kuriose Begründung

Die ukrainische Bobfahrerin Lidiia Hunko beim olympischen Wettkampf der Frauen auf der Bobbahn am 13. Februar 2022 in Yanqing, China.

Die ukrainische Bobfahrerin Lidija Hunko, hier am 13. Februar 2022 beim olympischen Wettkampf in Yanqing, wurde positiv auf verbotene Substanzen getestet. Der Präsident des Bob- und Skeleton-Verbandes der Ukraine hat dafür eine kuriose Begründung.

Zum Ende der Olympischen Spiele gibt es nun immer mehr positive Doping-Proben. Auch die Ukrainerin Lidija Hunko wurde positiv auf verbotene Substanzen getestet. Die chinesische Tiermast soll schuld sein.

Der nächste Doping-Fall bei Olympia sorgt für Aufregung. Wieder hat es eine ukrainische Sportlerin getroffen. Nachdem vor wenigen Tagen bereits die ukrainische Langläuferin Valentyna Kaminska (34) positiv auf verbotene Substanzen getestet wurde, hatte nun auch ihre Landsmännin Lidija Hunko (28) einen auffälligen Doping-Befund.

Das teilte die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) beauftragte Testagentur ITA am Donnerstag (17. Februar 2022) mit. In der Doping-Probe der Bobfahrerin vom 14. Februar wurde demnach die verbotene Substanz Dehydrochlormethyltestosteron nachgewiesen.

Olympia: Ukrainerin Lidija Hunko mit positivem Doping-Test

Hunko wurde vorläufig suspendiert und hat nun die Möglichkeit, die Öffnung der B-Probe zu beantragen. Verzichtet sie darauf, gilt sie als Doping-Sünderin und muss mit einer Sperre rechnen. Gleiches gilt bei einem erneut positiven Befund in der B-Probe.

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Nach ihrem positiven Doping-Test erhielt die Athletin Unterstützung vom Präsidenten des Bob- und Skeleton-Verbandes der Ukraine. Das Doping seiner Athletin erachte er als völlig widersinnig, erklärte Mykhailo Heraskevych der Website „Suspilne“: „Warum sollte sie etwas nehmen? Das hat doch keinen Sinn! Bei den Olympischen Spielen kann man nichts verbergen. Die moderne Wissenschaft macht es unmöglich, sich zu dopen und das zu verstecken.“

Und nicht nur das: Für den positiven Doping-Test hat Heraskevych eine kuriose Begründung. „Der wahrscheinlichste Grund ist der Fleischkonsum im olympischen Dorf. Das deutsche NOK hat ja davon abgeraten, Fleisch bei Olympia zu essen, weil in der Zucht in China einige Mittel eingesetzt werden, die zu positiven Doping-Tests führen. Lidija hat vor ihren positiven Tests Fleisch gegessen.“

2010: Freispruch nach positivem Doping-Test – Grund war kontaminierte Nahrung

Die chinesische Tiermast soll nun also der Grund für den positiven Doping-Befund sein. Von Heraskevych wahrscheinlich keine unüberlegte Aussage. Bereits im Jahr 2010 war der deutsche Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov (33) nach einem Turnier in China positiv auf verbotene Substanzen getestet worden – und wurde freigesprochen, nachdem auch er sich auf kontaminierte Nahrung berufen hatte.

Kampfbereit ist Heraskevych allemal: „Natürlich werden wir kämpfen. In solchen Situationen sind die Athleten entrechtet. Auch, wenn es sehr teuer wird – wir werden kämpfen.“

Wie sehr sich dieser Kampf für die Athletin lohnt, bleibt abzuwarten. Bisher hatte Hunko bei den olympischen Wettkämpfen nur wenig Erfolg. Im Monobob belegte sie Platz 20 bei 20 Teilnehmerinnen. (ls/sid)

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