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„Für was soll ich mich entschuldigen?“Norweger schießen scharf gegen Jubel-Trainer

Nach dem Einfädler von Atle Lie McGrath jubelt der Schweizer Trainer Thierry Meynet.

Copyright: Screenshot ZDF

Nach dem Einfädler von Atle Lie McGrath jubelte der Schweizer Trainer Thierry Meynet vor den Augen des Norwegers. Dafür gibt es nun scharfe Kritik.

Zoff um Gold-Jubel! Ein Trainer bejubelt den Sieg und bekommt dafür jetzt richtig Ärger.

Drama beim olympischen Slalom! Das bittere Ausscheiden des Norwegers Atle Lie McGrath hallt nach. In Norwegen sind viele fassungslos über das Verhalten des Schweizer Trainers Thierry Meynet.

Was war passiert? Nach dem ersten Durchgang führte McGrath das Feld klar an und startete als letzter Fahrer ins Finale. Mit einem Vorsprung von 59 Hundertsteln auf Loic Meillard ging der Norweger auf die Piste, Gold schien zum Greifen nah.

Norwegische Ski-Legende: „Ich hätte das dort nicht gemacht“

Aber dann der bittere Fehler: ein Einfädler. Aus der Traum vom Gold! Nutznießer war der Schweizer Meillard, der überraschend Slalom-Olympiasieger wurde.

Unmittelbar nach dem Ausscheiden von McGrath, der sich nur ein paar Meter entfernt befand, explodierte Meillards Trainer Thierry Meynet im Hang förmlich vor Freude. Er bejubelte den überraschenden Triumph seines Athleten, ballte in unmittelbarer Nähe des frustrierten McGrath die Faust.

Genau diese überschwängliche Reaktion vor den Augen des niedergeschmetterten Rivalen löst in Norwegen eine Welle der Empörung aus. Die norwegische Presse kritisiert das Verhalten scharf. Das berichtet „20 Minuten“.

Die früheren norwegischen Ski-Größen Kjetil André Aamodt und Marie Therese Tviberg äußerten sich beim Sender NRK entsetzt. „Ich hätte das dort nicht gemacht, wenn ich Trainer gewesen wäre“, meinte Aamodt.

Tviberg fand sogar noch schärfere Worte. Sie wetterte: „Ihm liegt nur die Schweiz und seine eigene Familie am Herzen. Er ist ein schrecklicher Schweizer.“ McGrath selbst hielt sich mit einem Kommentar sehr zurück. Er sagte nur, seine Meinung zu einem derartigen Verhalten sei klar, und beließ es dabei.

Nach seinem Frust-Aus hatte sich der Norweger erst einmal zurückgezogen, war von der Piste Richtung Wald gestapft, wo er sich verzweifelt in den Schnee legte. Besonders tragisch: Am Tag der Eröffnungsfeier war der Großvater von McGrath verstorben. 

„Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich die Olympischen Spiele ohne dich hier schaffen soll. Es fühlt sich so unwichtig an. Das Einzige, was mich aufrecht hält, ist, dass du immer wolltest, dass ich meine Träume verfolge. Ich fahre nur, weil es genau das ist, was du von mir erwartet hättest“, hatte McGrath danach bei Instagram geschrieben. Anderthalb Wochen später stand er kurz davor, einen dieser Träume zu erfüllen – doch dann das bittere Einfädeln.

Der Schweizer Trainer Meynet wiederum zeigte sich völlig verständnislos für die scharfe Kritik und wies die Anschuldigungen zurück. Er rechtfertigte sich im Gespräch mit der norwegischen Zeitung „VG“. „Ich habe den Einfädler nicht gesehen“, erklärte er. „Ich habe zwanzig Sekunden gewartet – und was hätte ich dann tun sollen?“

Seine Freude habe einzig und allein Meillard gegolten. „Das ist Slalom“, so Meynet. „Es ist eine gnadenlose Disziplin.“ Er habe nicht realisiert, wie am Boden zerstört McGrath in dieser Situation war. „Es ist grausam, ich habe den größten Respekt vor diesen Athleten“, fügte er hinzu und betonte: „Ich bin für Fairplay.“

Sich zu entschuldigen, kommt für den Trainer dennoch nicht in Betracht. Auf eine entsprechende Frage antwortete er klar: „Für was soll ich mich entschuldigen?“ Er stellt klar: „Es gab niemals Jubel gegen Atle. Das ist die Wahrheit.“

Rückendeckung bekommt er von Timon Haugan, einem Teamkollegen von McGrath. „Er ist ein unglaublich netter Kerl“, so Haugan, der glaubt, Meynet habe die Nähe zu McGrath nicht bemerkt. „Er ließ einfach nur seiner Freude freien Lauf“, sagte der Norweger, der die TV-Bilder nach eigenen Angaben allerdings nicht gesehen hatte. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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