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Olympia-Beben drohtEiskanal-Legenden reagieren gemischt: „Dann gehen die Lichter aus“

Der Bericht über das mögliche Olympia-Aus der Wettbewerbe im Eiskanal hat nicht wenige überrascht. Jetzt haben sich auch aktuelle und ehemalige Eiskanal-Sportler dazu geäußert.

Steht Deutschland bei Olympia bald ohne haufenweise Medaillen da? Der Bericht von Insider Duncan Mackay, laut dem den Disziplinen Bob, Rodeln und Skeleton das Aus bei den Winterspielen droht, hat nicht wenige überrascht und schockiert.

Ein absoluter Albtraum wäre das für die deutschen Kufen-Asse, die allein in Cortina d’Ampezzo 19 der 26 DSV-Medaillen einsackten, darunter sechs goldene.

Olympia: Rodel-Legende Georg Hackl in heller Aufregung

Die Ursachen für diese radikalen Pläne? Angeblich enorme Kosten, Umweltprobleme und eine schlechte Nachhaltigkeitsbilanz. Rodel-Ikone Georg Hackl ist in heller Aufregung. Zwar blickt er für die anstehenden Spiele in Frankreich und Salt Lake City, wo es schon Eiskanäle gibt, noch positiv in die Zukunft, aber danach „steht das alles in den Sternen“.

Ein Rauswurf bei Olympia wäre verheerend, warnt Hackl, denn dann „gehen eigentlich die Lichter aus“ – also kein Geld, keine Sponsoren und Schluss mit TV-Übertragungen. Das berichtet „Sport1“.

Bob-Ikone Christoph Langen bleibt dagegen total cool. „Für mich sind das nur Gerüchte“, sagt er und gibt sich unbesorgt. Er ist sich sicher, dass er 2030 in Frankreich an der Strecke stehen wird. Thomas Schwab, der Chef des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), bleibt ebenfalls tiefenentspannt. Zwar sei er „immer besorgt“ um seine Disziplinen, aber er sei in guten Verhandlungen mit dem IOC.

Schwab schüttelt über die Diskussion den Kopf: Er könne die „Eiskanal-Debatte nicht ganz verstehen.“ Er stellt klar, dass es sich um absolute Kernsportarten von Olympia handelt, deren Anlagen im Vergleich zu anderen Wintersportarten am nachhaltigsten genutzt werden.

Sicher, es gäbe auch „Leichen im Keller“, wie die Bahn in Turin von 2006, aber dem stünden zahlreiche Erfolgsbeispiele wie Salt Lake City, Whistler oder China gegenüber. Man kümmere sich intensiv um das Thema Nachhaltigkeit, erfasse den CO₂-Fußabdruck und schmiede neue Pläne für Bahnen aus Schnee und Eis.

Hackl macht sich aber noch wegen etwas anderem Sorgen: der Zahl der Sportler. Obwohl der Damen-Doppelsitzer im Rodeln neu dazukam, gab es insgesamt nicht mehr Startplätze. „Das bedeutet, dass von jeder Disziplin Sportler weggezwackt werden“, moniert er. Die Dummen seien dabei die Athleten aus kleineren Ländern, deren großer Olympia-Traum so zerplatzt. In Anbetracht der riesigen Summen, die das IOC mit den Spielen einnimmt, fehlt ihm für so ein Vorgehen „doch das Verständnis“.

Gerade jene Sportler, die „den Olympic-Dream leben und einmal die Fahne ins Stadion reintragen wollen“, würden so übergangen, meint Hackl. Langen ist derselben Meinung: eine „gute Mischung“ sei das A und O. Auch wenn Exoten wie Jamaika oder Brasilien im Bobsport mittlerweile richtig gut dabei sind, dürfe das nicht auf Kosten der Startplätze für Top-Athleten gehen. Dass ein Rauswurf aus dem Olympia-Programm eine Katastrophe wäre, darüber herrscht Einigkeit. Schwabs klares Urteil zu einem möglichen Aus: „Das wäre natürlich dramatisch!“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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