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„Gehe sonst mit Minus raus“Deutsche Olympia-Teilnehmerin hat Geldsorgen

Emma Weiß aus Deutschland in Aktion.

Copyright: Angelika Warmuth/dpa

Sucht noch nach Unterstützung, um ihren Sport finanzieren zu können: Emma Weiß aus Deutschland.

Aktualisiert

Die 26-Jährige geht mit viel Eigeninitiative in ihre zweiten Olympischen Spiele. Finanziell stößt Emma Weiß allerdings an Grenzen.

Emma Weiß steht am Dienstag (17. Februar) wieder oben am Schanzentisch – und unten vorerst im Minus. Geldsorgen bei einer Olympionikin?

„Ich muss mich nach wie vor komplett selbst finanzieren“, sagte Weiß vor ihrem Wettkampf im deutschen Teamhotel in Livigno. Während die 26-jährige Aerials-Skiakrobatin bei ihren zweiten Olympischen Spielen um Höchstschwierigkeiten und eine Finalchance kämpft, ringt sie gleichzeitig mit einer Saison, die sie finanziell beinahe im Alleingang stemmen muss.

Emma Weiß berichtet von Geldsorgen und Gottesbegegnung

Rund 70.000 Euro kostet sie der jährliche Wettkampf- und Trainingsbetrieb – ein Budget, das sie größtenteils selbst aufbringen muss. Sie kümmere sich um die Sponsorenakquise und -betreuung sowie die Reiseplanung und -organisation.

„Eine Saison ist auch gar nicht so billig, wir reden da von circa 70.000 Euro – das muss erst mal reinkommen“, erklärte Weiß, die zumindest auf die Unterstützung durch die Sporthilfe bauen kann.

Aber das decke gerade einmal einen Bruchteil von dem ab, was sie brauche. „Eigentlich muss ich in diesem Jahr von irgendwoher noch ein bisschen Geld kriegen, sonst gehe ich mit einem Minus raus“, so Weiß über ihre finanziellen Nöte.

Die aus Albstadt stammende Freestyle-Athletin gehört zu den wenigen Deutschen, die im Aerials-Weltcup konkurrenzfähig sind. Am Dienstag (10.45 Uhr) startet die Schwäbin in die Qualifikation, die sie 2022 in Peking nicht überstand. Im Gesamtweltcup liegt sie derzeit auf dem 13. Rang.

In den Wettkampf geht sie aber nicht nur mit wirtschaftlichen Sorgen, sondern ist auch angetrieben vom Glauben an Gott. Die Skiakrobatin zieht seit zwei Jahren große Stärke aus einem persönlichen Erlebnis, wie sie erzählte: „Ich hatte eine Gottesbegegnung an Pfingsten, seitdem bin ich für Gott unterwegs, versuche, die Bühne zu nutzen, um von ihm erzählen zu dürfen, weil ich seine Liebe und seine Gnade spüren durfte, die einfach nicht von dieser Welt ist.“

Auf ihrem Instagram-Profil teilt Weiß regelmäßig Bilder, zeigt ihren Stolz auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Zahlreiche Fans machen ihr dort Mut. „Wir gratulieren dir von ganzem Herzen und sind mächtig stolz auf dich und deinen Weg“, schrieb etwa auch die Olympia-Stiftung für Nachwuchs in Baden-Württemberg.

Der olympische Aerials-Wettbewerb ist eine Disziplin des Freestyle-Skis, bei der die Athletinnen und Athleten über eine steile Schanze springen und in der Luft mehrere Saltos und Schrauben zeigen. Bewertet werden der Absprung, die Ausführung der Tricks in der Luft sowie die Landung, wobei Schwierigkeit und Sauberkeit eine große Rolle spielen. (oke/dpa)

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